Montag, 31. Dezember 2012

Anzug

Im grauen Anzug ...
bei gut gebauten Damen
schnellt sein Pfeil hervor

Duft

Du fragst mich
wonach ich dufte
je weniger ich das
erdige Aroma
benennen kann
umso häufiger
schnüffle ich
an meinem Finger
am ehesten
fällt mir das Entwicklerbad ein
oder ein Tennisball
ach und ich denke
an ein paar Worte
von früher
-so riechst nur du -

Schlitten-Dreizeiler

Über die Hügel
ich fahre Schlitten auf dir
die Federn knacken

Sonntag, 30. Dezember 2012

Bürotüre

Die verschmitzten Küsse
hinter der Bürotüre
wer wusste davon?

Bank

Du nahmst Platz
auf der Bank
und ich auf dir
nicht weit
gingen die Leute vorüber
als dich meine
schwingenden Brüste
berührten
kam uns das Jammern.

Rücksitz

Nicht wirklich bequem
auf dem Rücksitz, doch geil
Bonobostellung

Innenseiten

Die Innenseiten
streichle und drücke sie mir
sanft auseinander ...

Telefon

Eine gewisse Zeitlang
die Unterredung schwang
von hier nach dort
als sich die Farbe
der Fragen änderte
was hast du an
und was darunter
beschreibst du es genau
wo hältst du deine Hand
welchen Duft entfaltet
deine Blüte
um in Eindeutigkeiten
zu wandeln
langsam ziehe ich
die Beinkleider aus
die Hand füllt sich zusehends
es fühlt sich himmlisch an
(die Richtung stimmt auch)
und in Einsilbigkeiten
zu münden
und als Vokal-Ensemble
der Lust die letzten Klänge
und den größten Zauber
zu entlocken.

Glocke

Die Glocke läutet 18 Uhr
Vibrationen der Schläge
rollen mir entgegen
sitzbankseitig
schwingen die alten Steine
sturmerprobt
saugt mein Geläut
die Schallwellen auf
schwellende Königin
der dunkelvioletten Nacht
sie kennt nicht Scham
und Grenze
sättigt sich
im Schutz der Kleidung
an den Schwingungen
der rufenden Glocke.

Freitag, 21. Dezember 2012

Märchen

Fabeln und Schwänke erzählen wir uns
in Abschnitten halb verborgen
schemenhaft hinter Vorhangstoffen

bei denen sich Spiegel und Durchsicht
vermengen im Simultanen eines
ruhigen Baches der schattigerseits
seinen Grund zeigt

Flüstern tropft in die Handfläche
das Rascheln der Gardine
hebt die Augenbraue
hinter Steineästen wellt das Bächlein

und am Ufer wächst der Bärenklau
lässt erahnen schiebt die Zweifel
vor dem flüchtigen Bild beiseite

wir lauschen unseren Stimmen
zwischen Schmunzelsätzen
und steigern hörend das Vergnügen

am Vorabend des Kalenderendes
alter Mayazeit möge eine neue eilen
das Zeichen nähme ich
die Initialen keimend eingschlossen

lichtabgewandt schlägt die Wurzel
prall und rot die Knospe eines Kusses

unsere Hände malen die Erzählung aus
das Lächeln setzt das Licht der Abendsonne
Märchen können viel verschweigen.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Buchstabenweise

Nur buchstabenweise
lege ich meine Fährte aus
doch meine dürftigen Worte
ziehen flammend an dir

und buchstabenweise
dehnen sich deine Hände
wir erschmecken
die Extrakte unserer Küsse

befreien stillgelegte Ströme
lassen Lüste fließen
und geben nebenbei
unsere Statistenrolle auf.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Teelichte

Auf die Samtdecke
lege dich entspannt
von außen scheint

der Mond

ein bisschen Weihrauch
Teelichte brennen
stelle ich auf
deine Obschenkel
Armbeugen

sei nun mein Weihetisch
ich knie vor dir
hauche die Musik
auf deinen Körper
Worte lassen wir
verstummen

meine Zunge kühlt
bis hin zur Mitte
wo der Stamm
sich neu errichtet
meine Nässe
gibt ihm Firnis
und den Wurzeln
bis dein eigner Brunnen
überläuft

die Kerzen werden
langsam
heiß.

Samstag, 15. Dezember 2012

Deine Saiten

Wenn die Luft dünn wird
zwischen unseren Lippen
ich lasse dich gewähren

vertraue dir
meinen Honig an
lauschiges Schattenspiel
und jede Sekunde kostend
vor und zurück
wer hält länger inne?

Jammern ist angesagt
wenn zum Zwitschern
die Puste fehlt
windschlüpfriges Kolludium
auch wenn du
meine Noten kennst
so spielst du sie
wie eben erst entdeckt

mein Sein
nimmt neue Züge an
deine Saiten spannst du
auf meinen Resonanzkörper
und lässt mich auf deinem
Zeichen fingerpinseln
eine Raupe erobert
ihr düniges Reich.

Schiffchen

Dein Lächeln
spüre ich
durch den
weiten Ozean
das Schiffchen

deiner Lippen
das Segel
deiner Hände
unter Wasser
die Antriebsenergie.

Montag, 10. Dezember 2012

R e g e n b o g e n

R osenduft nach Frühlingsschauer
e ntdecken wir dort eine Mauer
g elangen auf die andre Seite
e ine Wiese unter Bäumen
n ehmen wir zum ersten Träumen

b eide fühlen wir Begehren
o hne uns noch sehr zu wehren
g leich sind wir fast ausgezogen
e nge Kleidung fortgeflogen
n aschen unterm Regenbogen.

H a f e n d e r L u s t

H at der Penis seine Größe
a alt er sich in glatter Blöße
f reudig rot die lange Spitze
e ifrig lugt er nach der Ritze
n atural ist sein Verlangen


d abei forsch und ohne Bangen
e rdet er sich in die Wiege
r auschgeflutet auf der Liege

L iaison der Lustbereiche
u nd der duftgetränkten Teiche
s tößt er sich dem Strahl entgegen
t anzt der Hafen auch im Regen.

Montag, 3. Dezember 2012

M i t t e r n a c h t

M ondstillhell dein Zimmer nur ein lila Rascheln
i nnewohnend und dein lichtverhangner Körper
t rudelt abwärts längs an meinem Leib vier Beine
t reiben schon ein Schlangenspiel verhakeln sich
e rgründen Lustempfänglichkeiten höher steigt der
r auschbesetzte Zustand den wir küssend nähren
n ehmen geben grenzbefreit verbrennen wir
a n unsrer höhlentiefen Lust der Schmelzpunkt naht nach
c irca sieben Wogen unter uns wir feuchten
h alten engumschlungen unsere Ekstase
t onlos noch die Stimme deine Blicke gründen.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Wenige Wochen noch

Wenige Wochen noch
dein neues Fahrzeug
mir noch unbekannt
und du...
bis du grauer geworden
oder haarfreier
du wirst dich erinnert haben
deine Lippenränder
wünsche ich mir bartfrei
bitte trage
deine dunkelgrüne Jacke
sie ist mir wichtig
ich werde es dir schreiben

noch verbiete ich mir
an deine Hände zu denken
Wunderwerke der Natur
längst nicht nur an Schönheit
und jedesmal und immer
öffneten sie das Buch
meiner tiefsten Gefühle
deine Zuneigung und Glück
deine Worte und dein Lachen
stehen heute noch
in meinem Band Erzählungen
die das Leben schrieb

deine langen Kurzbotschaften
kurze Handykichereien
das Regenlied
vor einem Jahr genau
stand der Termin
und fiel
mit einem  Reifenwechsel
wir blieben uns
nahe

bald
du wirst schon
vor mir da sein
wir werden uns
in den Armen liegen
ein Kuss
von Schmelzigkeit
der nie
zuende geht.




Wünsche

Ich möchte
das Licht
deiner Augen tasten
meinen Zeigefinger
auf deine Nase legen
deine Wangen
mit Handblumen übersäen
an deinen Lippen
entlang tauchen
mich mit deiner Stimme
benetzen
uns ineinander übergehen
nicht voneinander
lassen.

Dienstag, 27. November 2012

Wolkenlust

Dein zaghaftes Lächeln
verschleiern kaum die Blicke
die sich in mich graben
mir das Braun der Augen
deiner Iris einverleiben
ich ahne
meine Erwiderung
öffnet deine Arme
deine Hände legen sich
auf meine Arme
und unsere Lippen
schmetterlingsgeflügelt
daunenweich
nährst du
genussvoll meine
kurzatmig entblößten
Sinnenblumen
einer Wolkenlust
Schamfreiheit.

Mund-Art

Deine Lippen
flanieren
über meine Schenkel
bis zur nächtlichen Begegnung
in den Volants
der Wendeschleife.

Donnerstag, 22. November 2012

Bastei

Spiel mir die Toccata beim Weg in
unsere Bastei ich gehe dir voraus
im weißen Schleierkleid das Rotwein
glas noch in der Hand nun folge

mir Geliebter diese Brücke aus
Enthaltsamkeit von Flimmerbildern
überquere schichtgefaltet sind
die Mauern die dich in Empfang

genommen lass dein Timbre durchs
Skriptorium tauchen ich werfe dir
den Ball zu und du nimmst ihn
lachend auf ein Wort ergibt das

andere und ich gefalle dir in meiner
Mandorla mit deinen herzoglichen
Händen öffne meine Spange leg den
Store zur Seite denn ich bin dein

weites Land das dir gehört bereise
es nach deiner Lust verweile in der
Hügelkette unter deinem Umhang
lege ich dein Haarkleid frei benetze

es mit meiner Zunge die dein Mund
begehrt sind Brunnenwonnen auf
dem Vorhof unsres Palas sorglich
herrschen wir einander schlage deine

beiden Zelte auf meinen Hüften auf
und endlich zieh mich langsam zu dir
hin dein Bübel sehen spüren schmelze
ich wie Sahne in der Sonne vergangen

alles Sprechen bis auf Glossolalie sind
wir geballt wie unsre Laute unsre Körper
querverwunden senke den Pilaster ins
Gewölbe lass uns trinken aus dem Gral.

 

Mittwoch, 21. November 2012

Fäden

An Fäden
scheine ich
zu hängen
die wohl
an deinen
Händen
und an meinem
Rücken
befestigt
sein müssen
je kürzer
du deine
Schnürchen
hältst
umso lebhafter
bewege ich mich.

Dienstag, 20. November 2012

grenzen

als deine blicke
ganz auf mir ruhten
deine hand

sich kaum mehr
bewegte
durchbrach
das gefühl
körpergrenzen
erfüllte mehr als
nur mich
und meine
tränen.

Sang

Weißt du noch
du legtest dich
auf deine Couch
beinahe unbekleidet
die Hände eine Schale
unter deinem Kopf
an der schummrig
beleuchteten Decke
hingen deine
lauschenden Blicke
vom Nebenzimmer aus
sang ich dir
die Amarilli
unter der Türe
Sebben crudele
nah bei dir
das Caro mio ben
ganz nackt
nie waren Augen
so voller
Hingabe.

Montag, 19. November 2012

Entspannt

Du weißt genau wie gern ich diese
Stunde schlürfe wenn bald mein Tee
droht abzukühlen bin ich versunken

und du ahnst mein Rücken hätte

etwas Dehnung nötig meine Beine
zieh ich auf das Sofa lege mich auf
deinen Schoß so kann ich zwar den
Tee nicht mehr genießen doch

du hältst mir den Rücken frei und
deine Hände führen meine Zeilen
hin zu einem Ende das so gar nicht
Inhlt meines Buches ist auch

zwischen deinen beiden Zeilen regt
sich subversiver Widerstand der
Stoff wird abgelegt der Kerl drängt
sich so köstlich in den Vordergrund

da kann ich nur mit meinen kaum
verhüllten Brüsten gegenhalten diese
drei berühren sich als hätten sie sich
nicht gekannt du führst dein Streich

holz ich das Reibetal zum Funkenflug
wir kosten unsren eignen Tee aus
heißen Mündern träufle ihn mit deinem
Löffel in die honigsüße Tasse.

Samstag, 20. Oktober 2012

Webe

Webe mir ein Kleid aus deinen Händen
mit ein wenig Platz dazwischen um sich
ganz mir anzuschmiegen tupf mit deinen


Fingerspitzen ein paar Knöpfe obendrauf
und bastele mit deinen Nägeln einen zarten
tiefen Ausschnitt der die ansatzweisen 
 
Körperformen wohl betont sieh zu dass 
dieses Unterkleid nicht allzu lang gerät 
man soll ja noch was sehen können fahre 
 
eine Linie über meine Beine oben ruhig ein 
wenig fester dass der Strumpf nicht von 
alleine rutscht du hast den String wohl noch 
 
vergessen so füge ihn ganz zart nur mit den 
Rillen deiner Schwebehand mir fehlt jetzt 
noch ein buntes Haarband oh verknüpfe es 
 
am Hinterkopf ach sieh der Träger rutscht 
ein wenig und ein Knopf hat sich gelöst
der Strumpf tritt leise seinen Rückzug an

und nur der String den darfst du selbst
befreien aus der temporären Haft
doch lege deine Hand an seine Stelle.

Freitag, 12. Oktober 2012

Berührungen II

In dein Gesicht blicke ich deine
Augen deine begehrenden Lippen
doch deine Arme heb ich im
Schein deine starken sie betören

mich und ich fahre ihr Linie nach
hinab und hinauf fester und über
deine Haare leicht jedes einzelne
sucht meine Hand meine Zunge

kann nicht warten zu lecken über
deine Sehnsuchtsbehaarung Knospen
legen Samen der Erregung in deine
Haut deine Poren hinabgleiten

lasse ich meine Hände die Hüften
fassen im Griff halten reiben den
Gürtel die Hose ziehen meine Außen
seiten in die Mitte dort wonach sich

die Erkundung sehnt dein Po erfassen
kann ich nicht mit meinem Griff doch
drücken seine Festigkeit ist unmöglich
ohne ihn an mich zu ziehen mit

meiner Scham sie küssen sich wie wir
uns tief und diese Tiefe soll uns ganz
erfassen mit allen Sehnsüchten Begierden
mit allem Stöhnen unsren Körpern.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

spielplatz

lass uns in
sternennacht
auf einen
spielplatz flitzen

sieh wie uns
venus lacht
wenn wir auf
schaukeln schitzen

wolln wir
in vollmondnacht
auf unsern
spielplatz gehen

schaukeln
der mond erwacht
uns liebend
im kreise drehen.

adventstürchen

mit zarten händen
hast du mich berührt
ein wenig geöffnet
die rosige tür
die wärmende glut
zum lodern geschürt
süß dunkles geheimnis
zu dir geführt.

Wiese

Herbstwiese voll Sonne
das Bergpanorama
umwallt uns
steil, wild und weit
komm zu mir!
Umarmung
tiefe Küsse
enger und heißer
unsere Körper
werden
eins
pas de deux
im selbstvergessenen Rhythmus
stürmisch
in unserer
bergumspannenden Lust
die alles auflöst.

spiegel

spiegel steigern
das vergnügen
nehmen wir uns
doppelt wahr
sehen wie wir
gut uns fügen
du an mich
und wir als paar.

Genuss

Wir tranken genüsslich unser Glas Sekt
Perlenschnüre verfolgte ich mit meinen
Blicken wie sie am Oval entlang rollten

beim Bersten an der Oberfläche lachte
ich dir zwinkernd zu und deine Augen
riefen anerkennend meine Haltung auf

den Plan ich leckte mir langsam die
Lippen du breitestest deine Vorstellungen
vor mir aus die mich en detail bewegen

ließen aus dem Kissen wuchs die
Vorfreude mir entgegen unsere Blicke
versenkten sich ineinander und ließen

die Fingerspitzen wandern beinahe nur
sie sprachen miteinander über meine
Gedanken die anderen Gäste verschwanden

für uns denn die Unruhe im Untergrund
stieg im Gleichmaß mit der Gläserleere
die Bedienung brauchte leider gar nicht

lange um zu kassieren und ohne Berührung
strebten wir unserer Wohnungstüre zu die
Blumen legtest du mir auf die helle Brust

deine Lippenbekenntnisse gab ich dir als
bare Münze wieder die Bedienung nahm
es sehr genau und brauchte ziemlich lange.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Nah

Du bist mir nah
wenn deine Brust
nach mir dürstet

du bist die Erde
denn du hörst
mir zu

du bist der Himmel
wenn du mich bedeckst
vor Lust

du bist das Paradies
denn du hältst
zu mir.

Montag, 8. Oktober 2012

Die Lust in den Gärten

In den verwilderten Gärten
der wärmste Novembersonntag
je denkbar ein alter Pavillon

mittig und verlassen
die Neugierde treibt uns hin
wir küssen uns durch die
gewundenen Stäbe

deine Hände schlingen sich
hindurch und wir
locken uns genießen uns auf
wildromantische Art
mitten im hohen Trockengras
deine Berührungen
fließen um mich herum
wir begehren uns
unsere Lust in den
Gärten.

Flaum und Flora

Sich finden in Feld und Flur
Feuer des Verlangens entfachen
Fülle fühlen und fließen lassen
sich freuen an Flaum und Flora
das Fruchtbarkeitsfest
freizügig feiern.

Kurzbotschaften II

F: Schön, deine Stimme zu hören, sie klingt heute besonders warm!

M: Lieber würde ich deine ganz nah am Ohr hören!

F: Ja, ich wäre auch gern bei dir, dich spüren, dich drücken, toll!

M: Du fühlst dich schmusig an. Ich umarme dich!

F: Näher und näher, mir wird schon ganz warm!

M: Oh ja! Und dein Duft, deine Haare, deine Augen! Ganz nah!

F: Ich kann dich spüren, dein Drängen und Sehnen!

M: Spürst du mich? Unten? Ich will dich küssen!

F: Küssen, nicht aufhören zu küssen, tiefer und tiefer.

M: Ach, diese Weichheit und nasse Wärme......

F: Es fühlt sich heiß an, ich spüre es auch von oben bis unten!

M: Mein Atem geht schneller, tiefer, hitziger!

F: Ich rieche dich, ich schmecke dich, ich spüre dich!

M: Ich streichle deine Brüste. Von der Seite, immer näher zur Warze...

F: Ich löse mich schon auf, weicher und weicher! Und du?

M: Hart, tropfend und heiß, will stöhnen, schreien! Ich bin gierig!

F: Ich will alles spüren, anfassen, küssen! Komm zu mir, jetzt!

M: Spreize deine Beine, ich klopfe an, ich ziehe ihn durch die Furche...

F: Ich spüre deine Bewegungen und sie treiben mich auch an.

M: Der Eingang, jetzt gleite ich hinein... oh, so höhlig... ahh...

F: Stöhne nur! Ich bewege mich rhythmisch! Ich spüre ihn!

M: Ich hab alles und will alles und überall an mir. Alles gleichzeitig!

F: Ich spüre deine Reibung! Treibe ihn! Jaaa, dein Stöhnen, dein Schwitzen!

M: Weiter und weiter, bis zum Höhepunkt...........................ich explodiere!!!

F: Ich auch! Ahhh! So tief!!!

M: Hitze, Nässe. Genial!

F: Genial mit uns!

Samstag, 6. Oktober 2012

Du bist wie mein Wein

süß und auch herb
eine ausgereifte Frucht
mit reicher Erfahrung
und einem grandiosen Duft
vollklingend im
Glas und im Mund


die intensive Zeit
mit dir
kostbar und vergänglich
heute Abend
gönne ich mir dich
werde dich
genießend trinken.

heilig

das lichtreich
in den augenwinkeln
streben wir
der erdengegend zu
auf der grenze
ein zaun mit einer tür
dessen schlüssel
nur diehenigen
in händen halten
die sich einander
versprochen haben
sich heilig sind
und sich alles
ermöglichen
weil alles ihnen
heilig ist.

rieselspiel

wie sand
in meinem schmeichelkasten
für gedankenspiele
fingerspiele
uraltes neugierspiel
mit schatzsuche
verschämtes
unverschämtes spiel
unter einsatz
aller zungen
und münder
den schatz geborgen
lass uns wieder spielen
nur wir beide

Drei atemlose Elfchen

Tanz
zu Gitarrenrhythmen
Sprünge und Drehungen
du schenkst mir inniges Lächeln
atemlos

Atemlos
deine Blicke
tief, verlockend, wild
du fängst mich ein
Herzklopfen

Herzklopfen
du fühlst
laut und rasend
lange umarmst du mich
Tanz

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Geschäftige Worte

Deine Stimme
lockte mich munternd
mitsamt den
geschäftigen Worten
als deine Hände
ihren Aufgaben
gewidmet

meine Ohren
traten flugs den
kleinen Dienstweg an
und meine Blicke
trafen ins Schwarze
vorbei
an der höheren
Instanz.

Rücken

Gewogene Formen
und Klänge
ziehen durch meine
Resonanzgedanken
wenn mich
deine Worte
streifen
beim Anblick
meines Rückens
der Kontrabass
den du mir spieltest
allen voran.

Montag, 1. Oktober 2012

Ohne viele Worte

Auch ohne viele Worte
wickelst du mich wirkungsvoll
um den Finger
wärmst meine Wangen

wir wispern uns wonnig zu
ich weiß mich gewogen
von Wind und von Wellen

und auch du weißt
um deinen Wert
darfst wandeln und wachsen
wanken und weinen

auch ohne viele Worte
verwurzeln wir uns
trinken aus Wunderbechern

mich bewegen
deine Weisheit und Willenskraft
dein Wohlwollen und deine Wildheit

auch ohne viele Worte
bin ich wehmütig
wenn du weg bist.

Paartanz

Sich an Blicken erquicken
berühren und spüren
verwöhnen und stöhnen

das Fließen genießen
dringen verschlingen
schwitzen und blitzen.

Sonntag, 30. September 2012

Feuchte

In der Feuchte
liegen Wachsen
und Ent-Faltung
begründet

ein Aufrichten
Umschlingen
und Dringen
endlich Versenkung
in Feuchte

auf Grund liegen
Nahrung spenden
verwandeln und vergehen
satt an die Oberfläche
zurück kehren.

Dienstag, 25. September 2012

Schwül

Weshalb der Schweiß nur so kribbeln muss
ausgerechnet in der Mitte des Busens
die Schürze war niemals mir
sommertauglich. Mich flieht nur das

frisch geschürfte Wasser.  Tropft dort
der Wasserhahn? Moment  ach, es sind 
Schritte, diese ich kenne sie schon - frisch,
klar...Ein Taschentuch auf die Stirne geplustert

erstickt zwischen den Brüsten. Innehalten
die Tür kommt von alleine mir näher und
die Geräusche - sind hintertürs einverleibt
doch was sollte ich barfuß  im Treppenhaus?

Ein Brennen auf mir - stumme Arbeit. Die
Türklinke fächelt ein Kichern mir zu und
breit grinst schon der Türstock. Die Stufen
höher und höher mein Herzklopfen folgt.

Ein Pochen im Kopf oder ist es der Widerhall
der rhythmischen Stöße der Wand? Den
Schweiß aus den Poren treibt mir das
Schwellen des beiderseitigen Stöhnens

seines rascher und ihres klingt fließender,
das Treppenhaus schwült mir die Feuchte
schwindlig wir mir ich sinke auf die Stufe
das Ohr an der Wand, die Hand fährt spazieren.

Bluse

Wie sorgsam
du mir die Bluse aufknöpftest
doch mit der Zahl der
entblößten Knöpfchen
verlor sich deine Behutsamkeit
in Ungezwungenheit
und zügelloser
zielbewusster Lust
unsere Triebe wurden
Herren über uns
und du über mich
wir gaben uns
bedingungslos hin
öffneten uns weiter
flossen über und unter
wie sorgsam
du mir
die Bluse wieder
zuknöpftest.

Herbsthauch

Geflüstertes Wort
Hitze der Lippen bewahren
für den Herbsthauch

Samstag, 22. September 2012

Eros

Ich dürste schwer nach deinen Händen
deiner Stimme deinem Mund
der glutbegehrte Duft er raubt mich aus
mit Sanftmut und mit Scheu sich nähernde Lippen

richte deine Blicke auf meinen wohlgeformten Körper
ich stelle mich dir aus meine Grenzen
darfst du aufsaugen mit Leuchtaugen des Begehrens
sämtliches Rund gerate in meine Falle

ich drehe mich dir zu meine Antennen
beherrschen das Maß zwischen uns
lass dich entzücken und bewundere
eine Sonne die zum Feuerzauber taugt

meine erdberrot pulsierenden Schätze
darfst flüchtig betrachten und sorgsam berühren
sie sind nur für dich so gestaltet
nur für den einen Gedanken zu teilen

und mehren die Lust zwischen uns
meine Haut ist längst weiter
sie liegt schon in deiner Behaarung
wenn ich mich entblöße du nimmst mich

mich an und mich auf auf deinen Leib
deinen Schoß legst du mich
schenkst deinen mir bis auf den Grund
mein Denken und Fühlen durchdring mich

verseh mich mit dir versetz mich mit Wollust
mit Macht und mit Rufen
das Unbeherrschtsein wird Herr über uns
wie du über mich deine Größe verdunkelt das Licht

reiß mich schon an dich in Abgrund-Begierde
im Wirbeln des Fühlens entkleideten Seins
sprengen wir Grenzen von Haut und von Nähe
von Ich und von Du ein einziges Feuer gezündet an uns.

Freitag, 21. September 2012

Schlüssel

Du flüsterst
mir zarte Worte
ins Ohr

so ganz nah
an meiner Wange

ich kann es
kaum glauben
welch lustvolle
Botschaften
den Weg zu mir
finden

wir halten
beide
den Schlüssel
zur Türe
in der Hand.

Mittwoch, 19. September 2012

Feuer gefangen

F angen deiner Worte zwischen Sätzen
e iner Endloskette unsrer Birefe hin
u nd hergeschoben und
e rgänzt mit einem Lächeln zarte
r osa Blüte oder Frucht noch etwas unreif

g erne nehme ich die Gaben denn
e mpfangsbereit ist auch mein Korb
f ür süßes Obst es fühlt sich
a n wie Samt und meine Seide legte ich
n och lieber dir zu Händen
g ut gefüllt mit meiner Wonne und
e rgänzt mit unsrem Feuer
n ichts was diese Lust uns raubte.

Jugendsünden

J eder Mensch trägt ein verborgenes Register
u nterm Hemd an das er manchmal sich erinnert wie
g enussvoll jene Übertretung zelebriert hinter dem Vorhang
e iner weiteren Erfahrung neuer Lust und auch des hierfür
n ötigen Ertauchens in solch schwarze wasserkalte Gründe

d ie noch nie zuvor betreten welche Wonne wenn die Probe
s icher überstanden und Entzücken was der Himmel
ü ber allen Wolken zu bescheren hatte Lust und Leidenschaft in
n icht zuvor gekannten Dimensionen und dabei noch
d ie Gefahr entdeckt zu werden welche Schande hätte
e s bedeutet wären einst die Sünden frisch ans
n ebelfreie Licht gekommen .

Montag, 17. September 2012

Ranken

Mit deiner Stimme
deinen Worten
bist du der Dünger
meiner Blumen
unter deinen Händen
gedeihen sie
zur Parkanlage
forme meine
Ranken
ganz nach deiner Lust
du muss sie nur noch
kräftig gießen

Halbe Stunde

Im Gegenschein
des grünen Blätterdachs
sitzt er auf seinem Hocker
ganz in weiß gekleidet
blickt versonnen
in den Zwischenraum
die klassische Gitarre
seine Begleiterin
Melodien
die Wehmut fördern
Heimat in der alten Stadt
ein Wandelpfad
in Moll und Dur
ich gehe auf ihn zu
eine halbe Stunde
seine Nähe.

Freitag, 14. September 2012

Catsuit-Tanz

Unter meiner langen schwarzen Jacke
Lederstiefel hoch und spitz die Stöckel
und darüber nicht einmal ein Röckel

Stiefelschaft bis rauf zur Hinterbacke

deine Türe voller Knospenrosen
und du blickst mir voll Erstaunen nicht nur
ins Gesicht auch über die Kontur
ich fall dir in die Arme und im Kosen

lasse ich die offne Jacke gleiten
langsam rutscht sie von den Schultern tiefer
legt ein Catsuit frei dir fällt der Kiefer

Maschen eines Netzes die sich weiten
wenn ich vor dir tanz mit langen Schritten
ich beweg mich wider brave Sitten.

Sofa

Über meinen Rücken deine Hände
lass sie eine Reise unternehmen
darfst dich gerne dabei an mich lehnen
sagt man nicht sie sprächen ganze Bände

und dein Sofa schmiegt sich um die Beine
lese dir aus meinem Lyrik-Reich
und meine Stimme klingt so seltsam weich
es ist das Paradies von denen deine

Sätze hier in dieser Stunde raunen
während deine Finger meine Worte
formen und dein Lob der sanften Sorte

mich komplett durchdringt durchströmt ein Staunen
unsere Gesichter denn ich sehe
mich in dir wenn ich mich nach dir drehe.



Mittwoch, 12. September 2012

Weichspüler

W elche Fantasien brauch ich um mich auf dich
e inzustimmen deinen Tonfall deinen Duft muss
i ch mir nur in mein Befinden locken und schon bist du da in
c irca zehn Sekunden recke meine Brüste vor und
h alte meinen Hals gerade oh mein enges Oberteil

s ieht wirklich scharf aus und der Rock ist kurz und
p asst wie angegossen wenn du dann hereinkommst
ü berströmen deine Blicke mich und ich hab weiche Knie
l angsam kommst du näher und ich bebe unter deinen
e hrgeizigen Händen weiche auf und bin ganz dir und ganz
r eal empfangsbereit komm her und überflute mich.

Fingerspitzen

Wir dehnen
wie Gräser im Frühlingswind
unsere Fingerspitzen
auf einem Boden
der sich mit Vertrauen
angespurt hat
Tautropfen der Lust
aufeinander
Kuppen die auf
Quadraten enden
geheime Kombinationen
die Ekstase hervorrufen
wir meinen
das selbe
und nur wir
verstehen unsre
selbst ernannte Sprache
flüchtiger
als die würfelförmigen Emporen
auf denen wir stehen
und uns kaum merklich
tief
berühren

Dienstag, 11. September 2012

Hinterhof

Wir zogen uns zurück in jenen
Hinterhof der ein paar Blicke lässt
zum Fluss und auch nach gegen
über Backsteinwände fehlerhaft

und löchrig kleine Käfer Efeuranken
die mit wilden Kräutern schmusen
die Graffitti sind längst selber alt
und überwachsen und aus einer

Fensternische blüht der Flieder
dunkelviolett im Dämmer rotent
flammt du brichst mir einen Zweig
und reichst ihn mir wir sehen durch

das himmelsoffne Fenster in die Weite
engen uns mit meinem Zweiglein und
mit einem Fingerherz auf deiner Stirn
das Zeichen das nur uns gebührt.

Brennendes Verlangen

B rennendes Verlangen nach dir
e bnet letzte Zweifel am Gelingen
g ierig tanzen unsre Zungen
e inig sind wir schon im Wollen
h ier und jetzt und keine andre Gegenwart so

r aunen wir uns zu und Haut an Haut
e rreichen wir die hohen Weihen
n äher tiefer bis zur Schmelze.

Dienstag, 4. September 2012

Lehrer

Wir reichen uns
das Plektrum
hin und her
obwohl du
zwei dabei hattest
doch ich war
aufgeregt
in deiner Nähe
nichts bekam ich 
auf die Saiten
unsere Daumen
berührten sich leicht
mit deiner
dicken Feile
musste ich den
Mittelfingernagel
kürzen
und du fühltest
länger als erforderlich
nahmst meine Hand
dein Daumen strich
sanft über die Fläche
bevor du mir
die linke an den Korpus
legtest
deine Blicke
tiefer
als der lange Hals
meiner Gitarre.



Samstag, 1. September 2012

Landhauskleid

Ein wenig spöttisch 

blicktest du 

auf mein blaues Landhauskleid 

kariert mit großen Silberknöpfen 

so etwas Gediegenes 

trägt heute keine Frau von Welt 

dachtest du ganz sicher 

doch später als wir 

auf der Decke saßen 

und du den Leinenstoff befühltest 

zeigten dir die großen Silberknöpfe 

wie leicht sie sich aus ihrem 

Knopfloch lösen lassen 

vier Stück am Oberteil 

und unten sechs und siehe 

auch der Slip war schon entschlüpft 

als wir schlussendlich 

aufeinander saßen 

und du mich sanft 

als Schaukelstuhl bewegtest 

steckte ich noch immer 

in dem blau karierten 

Landhauskleid.

Donnerstag, 30. August 2012

Federn

Dem Rauschen
in den Adern
dem Tauchen
des tiefen Atems
dem Pochen
hinter der Brust
den wogenden Worten

die Federn des Kissens
schlagen zu Flügeln
tragen mich ins Reich
der lichterlohen Flammen
der Lust...

Teufelsbraut

Das Paket hier ist für dich
sprachs grinsend ich
verstand erst nicht dann
aus dem Füllpapier ein

langes schwarzes Etwas
weich doch ohne ein Textil
zu sein mit einem Schuh
vorndran ach was 12 cm

Absatz Stiefel hoch wie
Anglerzeug doch reichlich
schmal die Schuhspitze
der passt wie angegossen

mei so hoch was hab ich
für ein schönes Bein darin
mein schwarzer Lederrock
passt auch dazu das knalle

rosa Oberteil der süße String
ich stakse noch ein wenig
auf dem Teppich rum mein
Spiegel platzt vor Wonnen

und mein Süßer kann die
Blicke kaum mehr wenden
die sexy Teufelsbraut als
wär ich nie was anderes...

Mittwoch, 29. August 2012

Ströme

Wenn wir uns
erst berühren
fließen Ströme
die uns lustgesteuert
zueinander führen
aufeinander
treffen lassen
formen 
und ins Keimen setzen
verschlingen in
einen 
losgelösten Leib.

Neue Wohnung

Mit einem Knarzen öffnet sich die Türe
Räume leer und weiß das Hallen meines
Atems schiebt die Eingangstüre zu es
duftet noch wie frisch gestrichen auf

dem Boden ein paar Krümel von den
Bauarbeiten die Tapete gibt die Antwort
auf mein Fingertasten ein paar Gegenstände
sagen dass ich nicht allein hier wohnen

werde eine alte Ledertasche schwarzer
Rucksack der die Schlafwäsche
beherbergt ein paar Bücher liegen dort
im Eck und weiter hinten schwebt ein

andrer Duft durch dies Refugium die Aura
eines frischen Wannenbades ein paar 
Tauben auf dem Fenstersims sind mit
sich selbst beschäftigt wann kommst du?





Dienstag, 28. August 2012

Meteorit

In mein Leben
bist du eingeschlagen
meteoritengleich
als Naturereignis
das durchaus
im Reich
des Möglichen
doch einmal
in Epochen nur
erscheint

für dich
wohl eher
ganz gewöhnlich
du reist durch
Galaxien
sammelst Sonnen

die ganze Wucht
von Wellenklang
hat niemals vorher
meinen Grund berührt

sinnlos daher auch
zu fragen
wo du
all die Monate
zuvor
gewesen bist.
Nie kreuzten sich unsere Wege...
ich hauchte dir
einen imaginären Kuss zu
du fordertest mich heraus
mit feinsinniger Freundlichkeit
ein rosafarbener Wind
wehte mir um die Schultern
berührte meinen Hals
streifte meinen Mund
zum Kuss
jede Kurzbotschaft
und es waren hunderte
Labsale

Wir sahen uns
und die Vermutung
wurde wahr
einer fein schäumenden
überquellenden
Wärme

wir sprachen
als ob wir uns
schon hundert Jahre
kannten

unsere Ähnlichkeiten
mit Armen
kaum zu umfassen
bis in manche Details
deckungsgleich
Blicke in einen
sprechenden Spiegel

im Schein einer Stimme
Magnet aus dem Nichts.

Zehn Dreizeiler der Liebe

Duftendes Schaumbad -
die funkelnden Momente
im Schweinwerferlicht

Auf meinen Hügeln
Finger des blühenden Baumes
den Duft trägt der Wind

Und Federgräser
berührt vom Zweig des Mondes
spiegeln sich im Teich

nach der Flasche Wein,
du gabst mir einen Namen,
ich nehme ihn an

Am Brunnenrand keimt -
verlorenes Samenkorn,
Vogel bleibt hungrig
                           
Zwei Spatzen aus Ton
schnäbeln gern auf dem Teppich
so mögen sie stehn

Heimlicher Tanz
auf moussierenden Wogen
Vollmond hält Venus

Meer von Gefühlen
mit dir planschen - Strandnähe
uns eine Wohnung

Nächtliches Rauschen
steigt aus dem dürstenden Blau
wir trinken uns leer
Schaumblasenreste
puste ich dir sachte zu 
auf deine Lider

Honigwaben

Ein Gelege
voller Honigwaben
verbindet uns
mit kleinen Töpfchen
süßer Nahrung
Spiegelbilder
unserer Worte
Berührungen
der Liebe
sanfter und
erregter Stimmungen
und einer tiefen
Verbundenheit
der Waben miteinander
so wie der Honig
in den Waben
unterschiedlich schmeckt
was von der Blumennahrung
abhängt und von der
Jahreszeit
das Honignest
wird jeden Tag
erweitert und
gefestigt
in jeder Stunde beinah
bauen wir
an unsren Vorräten
für kalte
stumme Tage
um nicht zu frieren
sondern satt
uns zu erinnern
heute feiern wir
das Keimen
der Erinnerung
das Wachsen
hier an uns.

Zweite Begegnung

Seltsam dass wir uns in jenem Saal noch nicht
begegneten obwohl wir ein paar Meter nur entfernt
und in die gleiche Richtung sahen doch allein die
Fakten sagen dass es nur natürlich wenn man

sich noch gar nicht kennt wir hatten uns drei Tage
erst geschrieben gerne hätte ich es selbst gesagt
wie wohl du mir mit deinen Zeilen so ausführlich
nett und ohne jede Absicht und doch interessiert

schreibt sonst kein Mann es hat mir imponiert doch
konnt ich es nicht teilen und wer weiß wenn wir uns
da getroffen hätten wäre alles andere womöglich
anders nur zwei Wochen später waren wir schon

wieder in dem Zimmer und nun saßen wir nicht
auseinander sondern Arm an Arm nachdem wir
zwischen dem Gespräch Bekannte wurden mit
Gefühl für Sympathie ich hätte dich ein bisschen

anders eingeschätzt allein vom Bild die Stimmen
kannten wir ja schon am Telefon und hatten das
Geschriebene bestätigt Arm an Arm bei guter Unter-
haltung rücktest ein paar Zentimeter näher an mich

ran und ich genoss es sehr du wolltest es doch war
ich mir nicht sicher ob mein Eindruck stimmte und
vielleicht warst du dir gar nicht so bewusst was hier
geschah war Funkenstum ein Tor durch das wir traten.

Gewitter - Dreizeiler

Ein ferner Donner
wir gehen in die Hütte
da hört uns keiner...

Leere Gaststube
sei heute mein Besucher -
die Speisekarte?



Gewitterregen,
Zeit für Liebesgeplänkel
mit dem Ehemann.

Montag, 27. August 2012

Reise-Dreizeiler

Vor dem Stromkasten
Johanniskraut-Busch
du bist die Ruhe

Mit Bangen im Zug
die Kastanienblüte sekundenweise
die Buben vespern

Nächster Halt
"der Zug hält nicht ewig,
alle Koffer nehmen"

Die Großstadt
kein Handyempfang
Gedankenfluchten

Der ergraute Herr
lächelt still zur Lehrerin
fescher Bürstenschnitt

Jetzt die Durchsage
nächster Halt in Irgendwo
erhebender Moment

Dein Anblick
du winkst mit hohen Armen
nimmst meine Spannung

Uns gefunden
endlich in deiner Wohnung
wir finden noch Platz

Erhöht, erobert
jeder Zentimeter Wand
die Minuten wir

Unsre Wonnen
du segelst über meinen Körper
gegen den Wind

Die Segel hissen
heißer Wind treibt uns an
Wellen steigern sich

Dein Lächeln
haben sich die Götter abgeschaut
ich darf dabeisein

Krönender Abschluss
Haareschneiden und Kitzeln
die Badewanne

Ruhiger Bahnsteig
Flugzeuge steigen auf
Abschiedsküsse

Verrückte Reise
durch die Regionen des Seins
Heimatgefilde

Die Vibrationen
wogen durch meinen Körper
noch viele Stunden

Sprich

Sprich die Worte der Termine
sag noch einmal wann das Treffen
starten und wohin die Reise
gehen wird die leichte Wehmut

in der Stimme füllt den Bogen
sanft hinab auf dem ich gleite
nicht zu rasch es ist genau die
Zeit die ich zum Schwingen

brauche sprich ihn langsam
lass ihn klingen meine Finger
spitzen feuchten sich ich greife
nach dem letzten Wort und halte

es ich gehe heim dort liegt das
Wort am Tisch die Sanftheit
deines Baritons der eines schönen
Mundes würdig sich erweist in

einem freundlichen Gesicht dein
Wort sei mir Versunkenheit du
meine Lotosblume Wiege der
geheimen Küsse sprich den Satz!

Nixe

Nixe der Waldes
deine Seifenhände
grenzenlos nahe

Sonntag, 26. August 2012

Dreizeiler der Sehnsucht

Dunkeldurchsichtig
überspannt er die Hügel -
Ameisenschritte

In deine Richtung -
unsere Sehnsüchte
begegnen sich dort

Hast ein Bild von mir
mit deinen Fingern gewebt
unter der Decke

Meine Gedanken
weilen bei dir - die Reise
einer Melodie

Gewusst warum

Unerbittlich
hast du dich bemüht
am Anfang der Gruß
nach der Reflektion
der alten Tage
das Wutgeheul
die Stille

nach Monaten
ein neuer Gruß
von dir
das selbe Ritual
sechs mal
drehte sich
das Karussell

der Zorn
war irgendwann
verflogen
mein schotteriger Lebensweg
führte mich wieder
in Ufergefilde

in der Ferne
sah ich dich winken
dein stetes Bemühen
rief ich dir zu
und du zurück
ich hab gewusst
warum.

Freitag, 24. August 2012

Schirm

Eine feine
Melancholie
bunte Ölschlierpfützen
das Grau der Straße
vor Augen im Blick
einer Wartenden
der Alltag
der nur wenig Tröstliches
ihr bietet

und als der Regen
einsetzte

schillerte der Asphalt
ihr hochgestellter Kragen
lenkte die
inneren Wege
Auto wichen
Pfützen aus

plötzlich
stand er neben ihr
bot seinen Schirm an
endlich
dachte er
wie viele Monate
das gleiche Ritual
heute
tröpfeln Worte
Wasserfälle
dürten es sein...

 Das Prasseln der Tropfen
auf dem grau-karierten Dach
gibt den Tankt zu Blicken
Lächeln und zu losgelöstem
Lachen Kichern Prusten
Schuhe weichen Pfützen aus
die der Schirm soeben
selbst getreufelt

bald eckt der Schirm
an andere
die Busstation gewährt den
Wartenden schon lange
keinen Schutz mehr
und sein Arm
lädt freundlich ein
sich unter zu verhaken
Augenzwinkern um den
Stock herum
in Strömen fließt
das Wasser vom Polyester
und der Wind weht von der
Seite die Gesichter
sehnen sich nach warmen
Nasenspitzen
und der Bus
soeben abgefahren.

Donnerstag, 23. August 2012

Bus Stop

Dein Rotwein
schwingt
in meinem
würdevollen Glas
und haucht
das alte Lied
mir zu

der Regen
rauscht
den ganzen Tag
entlang
und unter deinem
Regenschirm
an irgendeiner
Haltestelle
wartend
auf den Bus
dies Lied
das Namensgleichheit
schaffen wollte
wie pro forma
du und ich

nie hatte ich
im Leben
dieses Lied erwähnt
und wenn
es hätte sicher
niemand
sich erinnert
doch
du kanntest es

mein Rotwein
leert sich
so allmählich
und dies Lied
singt in mir
seine Melodie
sein Hoffen
mir ins Ohr.

Besuch bei dir

Neulich mein Besuch
bei dir
seit langer Zeit
wir sprachen über
viele Themen
tauschten Lächeln
ein paar Komplimente
streiften mein
Empfinden
meine Haare
und mein Kleid
das bunte knappe
mit dem Meeresausschnitt
hast es genau betrachtet?
ich trug darunter
keinen Slip...


Dienstag, 21. August 2012

Zuhörer

Deine Blicke schrieben bändeweise
folgten unablässig meinen Lippen
alles was ich dir erzählte formulierten
sie zu einem Buch mit einem weißen

Einband und noch ohne Titel denn
er wird am Ende eines Lebens erst
graviert und selbst den Staub den
so ein Buch im Laufe seiner Jahre

ansetzt selbst den Staub schriebst
du mit deinen Blicken so entstand
mein Leben hinter deinen Augen
noch einmal ganz neu du kochtest

Kaffe holtest Tassen aus dem Schrank
die Milch und noch die Löffel und
dein Spürsinn war mir nahe deine
Gegenwart schrieb mir Verbundenheit.

Erste Stunden

Unsere ersten Stunden
ich habe Schmetterlinge im Bauch
sagtest du
und sogleich flogen sie zu mir
die weißen Tüchlein
wuchsen im Flug
zu einer Flagge
im Bachwind
an die Brücke gelehnt

Montag, 20. August 2012

Worte

L eidenschaftlich
i nnig
e motional
b eständig
e mpathisch
v erwöhnend
o ffenherzig
l ächelnd
l ustvoll

Hochsommer-Dreizeiler

Hinter einem Baum
Sonne glüht auf nackter Haut
vor Verlegenheit

Kühlung im Dorfbach
unter den Weiden schlammig
Bräunung geht auch so



Nachts in den Garten
Duschen mit dem Wasserschlauch
helles Entzücken

Sonntag, 19. August 2012

Küsse

Unsre Lippen nähern sich im Schnecken
tempo jeder Augenblick ein goldener aus
jedem Atemzug strömt kleiner Hauch von
Ewigkeit sie liegen so behutsam aufeinander

und ich spüre welche Softheit von dir ausgeht
einen kleinen Spalt weit öffnen sich die
Labien ein neues Lichtjahrzeht beginnt die
Zungenspitze tastet wie im Neuland auf der

Suche nach dem Spiegelbild sie will nur
sanft in deine Arme aufgenommen werden
nicht im Sturm er mag erst später kommen
nach dem Kosten später wenn die Wolken sich

zusammenbrauen Wattewogen flüstern Zungen
sich entgegen wie magst du es breit und
butterweich doch lieber spitz und stoßen
Zögern meines Fühlers und der Rückzug wenn

du mir zu hastig wirst ich stöhne wenn du
meinen Pfaden folgst und jeden Millimeter
meiner erogenen Zungenzonen erst ertastet
hast nur dann weiß ich du willst nur mich

und nicht ausschließlich dich erst dann
kann ich mich deinem Herzen nähern und
weiß ich wer hinter deiner Zunge steckt
und kann mich ganz in dir verlieren.

Mittwoch, 15. August 2012

Eis

Die Kugeln langsam und genüsslich
lecken in der Hitze dieses Mittags
bilden sich schon Tropentropfen die
den Rand des Hörnchens überfluten

nähern sich gefährlich meinem Zeige
finger rings herum mit breiter Zunge
hinterherzufangen wegzulecken das
Gebot des Augenblicks nun rasch die

Finger auf die Seite und von unten in
die rauen Löcher dieses Waffelbechers
ziehe ich die Zunge weit nach oben bis
im Eis sich Straßen bilden ach wie schnell

die Kugeln weicher werden und von selber
schmelzen auch die Blicke mancher
Männer einer nah an mir vorbei er dreht
sich um und winkt mit seiner Glossa klar

ich halte ihm mein Hörchen hin doch er
geht lieber weiter an der roten Ampel
steht der Autofahrer brennt mir seine
Blicke straks auf meine Lippen hupt und

stiert auf meine rote Bluse oh ich hab
getropft ich hatte nicht mehr auf mein
Eis geschaut belustigt grinse ich zurück
und mit den Fingerspitzen fahre ich

den Flecken ab der mitten auf der Brust
sich breit gemacht ich lecke schneller
weiter denn das süße Eis will fließen
Explosionen von Geschmack erlebe ich

inmitten auf dem Gehsteig wäre meine
Zunge nur ein wenig breiter oder länger
doch mein Hörnchen ist auch so schon
ziemlich weich ich beiße vorsichtig hinein

die Zunge stößt in zarte Kühlheit und den
Rest der Kugeln sauge ich zu Pyramiden
mir empor mein Meißel meine Zunge
formt gar einen Phallus der in meinem

Mund verschwindet Blicke über Blicke
lass ich auf mich regnnen während ich
n meiner Waffel weiterbeiße hol ich rasch
die kleine Wasserflasche um den Fleck

herauszuwaschen und es kühlt sogar die
Brüste etwas Wasser läuft die Bluse weiter
abwärts mit den Finger löst der Fleck sich
langsam auf der letzte Rest von Hörnchen.

Dienstag, 14. August 2012

Intimus

Lass den Diskurs sein ich liebe die Sterne
die urheimlich über uns stehen und leg
deine Hand auf den Oberarm bald wird er
kühl sein dein Hemdsärmel spannt nicht

die Härchen mir kommen entgegen ein
lauschiges Plätzchen zum Wärmen die
Sektflasche steht noch am Tisch doch der
Inhalt trat folgsam die Reise an höre ich

Rauschen Intimus ich bin längst entwaffnet
den Stuhl etwas näher dein Antlitz die Brille
zur Seite und heize mir ein deine Flamme
lass züngeln die Hände mir Reibung erzeugen

dein Flüstern verspricht mir den nächtlichen
Himmel tiefblau sei die Seide Gestirne als
Muster ich darf es mir wünschen ein Jahrmarkt
ein Spielfeld vom Sofa zum Teppich zum Bett

und zurück gib mir Wasser ich dürste nach Lust
und nach Sehnsucht nach Trieb und nach Kichern
du zeigst deine Rute den Heizstab den Pinsel
du führst dirigierst lässt uns beide gewinnen.









Montag, 13. August 2012

Massage

Sanfte Massage
Öl das nach Obhut duftet
Regenmelodie

Und ein Crescendo
die Flügel schlagen wilder
Gleiten durch Zonen

unsere Lippen
gieren nach heißem Regen
über die Körper

bis hin zur Quelle
vor der sich Augen schließen
der Mund sich öffnet

Dein Bett

In wachen Nächten -
ich darf dein Bett einnehmen,
weich, hell und duftend

Der Mond scheint durch das Fenster
selbst bis unter die Decke

Gestade

An den Gestaden
lege dich auf die Schwelle
der Amphibien

Meine Zunge steigt
unsere Segel gleiten
über den Zenit

Bescheid

Deine Blicke
ich weiß Bescheid
deine Hände
ich gerate aus den Fugen
spiele auf mir
du kennst meine Resonanz
noch mehr Nähe
ich kann nicht weichen
halt mich fest
damit ich zerfließe
ein Nest
ist irgendwo
gefunden

Dienstag, 7. August 2012

Eng umschlungen

In Gedanken wir
eng umschlungen, und dein Bett
gehört heute uns

Montag, 6. August 2012

Abgelegt

Der gleiche Mond
wie damals
still staunten wir
die Hände aneinander
gefaltet
und der Schein der
Zimmerkirche
dunstete
uns farbenblind
der Mond
braucht keine Farbe


hier ging die Eile
zwei Stunden
mal spazieren
fort war sie
hinter Mauern
jener kleinen Stadt
die uns aus ihr
hinausgeführt
die Unrast blickte sich
nur kurz noch um


bevor wir uns
der Nähe widmeten
der Sommernähe
die auch ohne
Kleider
uns zueigen war
der Tagesstaub
lag abgelegt
unter der Bank.

Pipette

Mit der Pipette -
du darfst den Weißwein schlürfen,
Quelle deiner Lust

Zimmermädchen

Dein Zimmermädchen
bin ich dir heute Nacht -
nur das Häubchen fehlt...

Lustmelodien

Lustmelodien,
wir schließen schon das Fenster -
manch schräge Töne

Grillen

Unter dem Vollmond -
die Grillen verrieten nicht
unsren Flügeltanz

Den ganzen Tag lang

Deine Fingerspitzen Federpinsel die mein
Hauthaar leuchten lehren und sie kennen ihre
roten Teppiche auf mir drei Dreiecke die
folgsam sie besuchen und in keiner Zeit

gelange ich in einen warmen See der Wellen
schlägt beim Tauchen und du lässt mich
schwebend sinken in Regionen eines
parallelen Daseins schwinige ich auf einer

hochhaushohen Schaukel durch die Sommer
sonne ja auch deine Lust an mir schwillt vor
du rückst mich rittlings schon zurrecht in
meinem Innern Tiefe sehen ach ich habe Zeit

nur dann gehts rasch im Trab ans Ziel du
federpinselst meine Knospen so kannst du
mich führen und ich springe lange dann drehst
du mich auf meinen Rücken rüttelst mich mit

Vehemenz ich fühle mich am Bettchen festgenagelt
lächelnd reißt du deinen Mund auf in Erschöpfung
und mit chweiß bekleidet wischen wir uns ab und
unser Kichern dauert schon den ganzen Tag lang.

Samstag, 4. August 2012

Kastell

Fahr mit deinen warmen Händen
meinen Rücken sanft entlang ich rühr
mich nicht vom Fleck und meine Haut
strebt dir entgeben schon im voraus

weiß ich nicht wohin mein Rund dich
führen wird hin zum Kastell und auf
den Höhen zwischen tiefem Graben
lässt du fünfmal Blicke schweifen

steckst das Feld ab prüfst den Boden
sozusagen  mit der Zunge und der
Graben öffnet sich die Brücke abge
lassen bittet dich die Gräfin nicht

mehr lang zu zögern doch du eilst
nicht schlenderst hin und her und
inspizierst das tiefe dunkle Tal die
Beine leicht gespreizt damit du

tasten kannst doch du genießt die
Millimeter und erst recht mein
Flehen komm die Zeit drängt deine
Zunge folgt den Händen deine Lippen

spüre ich wo bleibt denn dein
Erbarmen ach ich bin Gefangene in
meiner Burg und warte schmachtend
auf Befreiung drücke deinen Körper

fest auf mein Kastell ich hebe mich
so kannst du mich von innen her
betrachten näher deinen schönen Fühler
in meinen warmen Raum wirst dringen.

Freitag, 3. August 2012

Bergbach

Eidechsen huschen
Auf glattem Felsen
schmiegen sich
die uralten Muster
wir tragen die Wassertropfen
auf unserer Haut
das Rauschen noch
in den Füßen
und auf den Armen
versandet das Brennen
der Bergbachkälte
aus der Hocke
froschen wir
in die grünen Fluten
sind Teil der
sprudelnden Luftblasen

und der Himmel
treibt
durch den gläsernen
Felsenschatten
die Unterwäsche
ließen wir
irgendwo liegen
in der Welt
der Befangenheit
Haut nimmt sich Haut.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Noch einmal

Spät am Abend kommst du heim du
schließt die Wohnungstüre auf legst
deine Tasche in die Ecke ziemlich müde
trinkst du ein Glas Rotwein auf dem

schwarzen Sofa liest noch ein paar Zeilen
deine Bilder an den Wänden Spiegel der
Ereignisse die neuesten im Bad beim
Umziehn findest du ein Haar von mir du

hebst es auf und denkst darüber nach
was neulich wir erlebten hier und in
dem Nestgemach das unsre Stimmen
federte die Decken auf und abgewühlt

als unsre Hände Zungen Körper
ineinanderwuchsen salzgebadet wir uns
unterhielten über alles was uns wichtig
war du wolltest es dann noch einmal...

Mittwoch, 27. Juni 2012

Solebad

Sommermorgen
die zarte Leinenbluse
zwischen den Zeilen

Deine starke Hand
meinem Körper folgen
Spuren der Sinne

Wir tauschen Küsse
nicht mehr wissen, wem sie
einmal gehörten

Dein weiches Haar
eingraben ins Federbett
blitzende Schenkel

Ich sauge mich fest
an dir mit Greifbeinen
gemeinsames Mahl

Zweimal Pause
dein leuchtendes Gesicht
vor dem Solebad

Montag, 25. Juni 2012

Passend

Dein Mannsein
nüchtern
vornehm
freundlich
sanft
zerbrechlich
feurig
nehmend

machst du
passend

Bilder

Erinnerung
entflammt
goldne Bilder
entzünden sich
ein Lauffeuer
das in der Ferne
einen Bach
überspringt

in den Schattentälern
des Vollmondes
finden wir uns

zwischen
den Teichen
sagen wir Ja
zu uns



Regentropfen

Aus unserem Garten
pflückten wir
Regentropfen
und banden sie
ein Silberstrauß
der das Aroma
dreier Tage trägt
Tage
des keimenden
Gartens
Leben regt sich
im Innern
runder Tropfen

Freitag, 22. Juni 2012

Genuss

Ich genoss
deine freundlichen
Botschaften

Ich genoss
dein Begehren
an mir

Ich genieße
das Zusammenwachsen
von uns


Schönes Haus

Mit unsichtbarer Hand
führtest du mich
uns gefiel
die gleiche Landschaft
das schöne Haus
in seinem Licht
unter dessen Schein
bestaunten wir den
Vollmond
fassten uns
an Händen
ich musste dich
umarmen
und wir küssten uns
betraten
eine unsichtbare Brücke
am anderen Ufer
in einem neuen Schein
wurden wir
Liebende...

Mittwoch, 20. Juni 2012

Erkundungsgänge

Erkundungsgänge
die Zungen tauchen tief ein
Grund eines Teiches

Farne

Bequemes Lager,
Farne kitzeln Nasenspitzen
Mücken auf den Knien

Regen

Nach dem Landregen,
Tropfen durchdringen das Tuch
keimende Schwüle

Montag, 18. Juni 2012

Weiße Seeros

Aus dem Zug direkt uns gegenüber fielen
wir uns in die Arme eine Stadtplanreise in
den Wendehammer und zurück zu einem
Bauplatz der Historie die alte Mühle und das

Straßenende neben Teichen dunkeltals und
feuchtgekühlt die Farne kitzelten und zwischen
ihnen lag ein roter Federpinsel der sich seiner
Schönheit wohl bewusst das Siliherz recht

ansehnlich doch jener transparente Finger
ling ergötzte uns doch brauchten wir nicht
fremde Götter wir genügten ganz uns selbst
im Salvatorekeller wuchsen uns Antennen aus

den Händen griffen tasteten und hielten
Zungen unsrer Münder stießen rhythmisch
formten heiße Takte die zum Tanze animierten
Näher hieß er und du führtest meine Hand

zu dir schon war ich du und du warst ich
und der Altar vor dem du knietest oh ein
Habicht wurdest du und nahmst die Gabe
des geweihten Tisches ein in festen wenigen

Impulsen deine Zauberworte sprachen einen
Balsamsegen deine zarte Hand erlöste mich
versank in einer weißen Seeros seitdem
heiße ich Nymphea bleich mein Leib doch

das Gesicht und Arme hat die Sonne schon
geflutet wie du mich betrachtetest so
leicht verwundert wir den Atemhauch
verfolgten der sich in den Nieselregen

legte doch die kleine Stube wärmte die
Geschichten aus der Jugend und den
letzten Jahren bis zur Abfahrt unsres stillen
Winkens in die Mitte unsres Lebens.

Dienstag, 12. Juni 2012

Spazieren...

In meiner Nähe
erwachtest du, die Blicke
gingen spazieren...

Dreißig Jahre

Ohne zu suchen
fand ich dich - dreißig Jahre
war die Hoffnung alt

Erdbeermilch - Dreizeiler

Süße Erdbeermilch
unsere Gespräche vom
Planen und Handeln...

Kurzbotschaften I

In einem Monat
dreihundert Kurzbotschaften
jeweils
kettenweise Wohltaten
gefädelt und gebunden
in Geschmacksrichtungen
die neu komponiert
auf der Zunge
zu einem Kichern
verpufften.

Montag, 11. Juni 2012

Handykonto - Dreizeiler

Handykonto leer
in wenigen Stunden
füllen mein Schmunzeln

Tastbar - Dreizeiler

Fingerspitzen
Sehnsucht nach tastbaren
Antworten

Schließe - Dreizeiler

Dein Gesicht ganz nah
ich schließe meine Augen
Mund in Erwartung

Berühren

Wenn wir uns
erst berühren
fließen Ströme
die uns lustgesteuert
zueinander führen
aneinander
gleiten lassen
formen und wachsen
die sich
verschlingen 
in einen Leib.

Samstag, 9. Juni 2012

Sitznachbar - Dreizeiler

Linker Sitznachbar,
unsere Oberarme
berühren sich leicht

Wasser - Dreizeiler

Wasser spritzt zum Licht
Tauchen ins kühle Schweben
niemandes Wolken


Das Licht verlöscht bald
ich nehme dich einfach mit -
liegst im Wasserbett


Meer von Gefühlen
mit dir planschen - Strandnähe:
unsere Wohnung

Freitag, 8. Juni 2012

Stiller Garten - Dreizeiler

Im stillen Garten
der Allmächtige raschelt
Lächeln vor Augen

Nächtliche Spielzeit
für neugierige Finger,
ein Budenzauber...

Nächtliches Rauschen
steigt aus dem dürstenden Blau
wir trinken uns leer





Kamin - Dreizeiler

Vor dem Kamin
im Schein zweier Kerzen
züngelnde Flammen

Vollmond - Dreizeiler

Heimlicher Tanz
auf moussierenden Wogen -
Vollmond hält Venus

Oh, deine Blicke
umkreisen meinen Körper,
ich will nicht fliehen...

Die knarzende Bank,
keine Heimstatt für ein Paar -
fahler Mondenschein

 

Dienstag, 5. Juni 2012

Entdeckten

Unter dem grauen
Betonzelt
dein verhaltenes
Lächeln
Greis und Kind
im selben
Moment

in dem ich
die gespreizten
Finger
an deinen
Rücken legte
neben dem
Vollmond
die Sterne
erst später
entdeckten

wir uns
schweißgesalzen
bevor du mir
am andern Tag
entkamst.

Spargel

Die dicken
nackten Stangen
bereit zum Schälen
doch eigentlich
zu üppig
um sie lediglich
zum essen anzubieten
ein Geschenkband
misst den
dicksten Knaben
stolze sechzehn Zentimeter
seine Umfangshaut
wie geschaffen
um ihn vorzukosten
hart und kühl
ist sein Geschmack
er würde gerne
ganz
gegessen werden
langsam
steigen seine Grade
und ich
ziehe ihn hervor
sein feuchtes Kleid
wird abgewaschen
am Mittagstisch
hat er sich
nicht verraten...

Montag, 4. Juni 2012

Flüsterflügler

Eingetaucht in Silberschweife nur ein
kleiner Tropfen sirrte rund im Seiden
kleid an Himmelsnacht entlang geweihtes
Haus am Hügel fernhinsichtbar und die

Schwester einer Burg bevölkert wegen
ihres gloriosen Scheins zuviel des Lichts
verursacht Mondenbrand wir zogen uns
zurück hinter die vertikalen Staffelsteine

unter Lindenbäume deren Duft uns
schirmte und mein aufgeknöpfter Rock
die Decke mehr war nicht erforderlich
in jener Sommernacht um kleine Schwärmer

anzulocken Flüsterflügler Lächelfalter
Federkehlchen Nachtlibellen tanzten
Tango auf Gesichtern und auf jenen
Hautgebieten die den Sternen vorbehalten

bleiben Feuchterfreuer Ringelwickler
tauchten tief in die Gefilde ein die sonst
doch nur der Neumond sieht wir griffen
ihm mit uns voraus er lag in unsrer Hand.

Wohnung

Der Hauch des Flügelschlages
eines Schmetterlings versetzt
die Zeit in Wellen die an einem
Abend meine Wangen streichen

eine Stimme fernen Lächelns
höre ich und in mein stilles
Labyrinth in das nur selten das
Geräusch des Herzschlags dringt

bist du gefolgt Gedankengängen
eine Wohnung hast du hier
gefunden die ich selbst noch kaum
betreten hab und barfuß lege ich

den roten Sand in neue Falten von
den Wänden hallt das Flüstern meiner
Arbeit wider in den Nischen eines
Schlafraums blühen Mondviolen deine

Hände die die Stirn entfalten gleichen
einer Lilienknospe die nach einem
langen Regen sich entrollt zu
jenem wundersamen Garten.

Spätlese

Nach unermüdlichen Weg
gabeln tagten wir
in Dämmerwänden
bis das Haarkleid
letzten Tau im Untergang
gefeiert und unser Licht
in Radixküssen
gar verlosch

nach der Spätlese
gabst du mir einen Namen
im Schatten des Ginster
fuhren wir auf der Erde
die Kreise nach
unser stärendes Umweben
auf den Jungferninseln

das Mutgeld teilten wir uns
unter der Hand
denn wir waren einig
den queren Pazifik
zu unseren Füßen
nahm ich meinen
Namen dankend an.

Dienstag, 29. Mai 2012

Erotische Dreizeiler

Am Türrahmen
lehnen wir, Fingerkontakt -
sachte ins Schloss. . .


Blicke berühren,
ausgelagert die Fühler,
mit Widerhaken


Funken am Waldweg,
der Ginster blüht unerwartet
trittst du neben mich




Zwischen Rebzeilen
Wolke schiebt sich über mich
bald wird es regnen. . .


Duftendes Schaumbad -
die funkelnden Momente
im Scheinwerferlicht


Und Federgräser
berührt vom Zweig des Mondes
spiegeln sich im Teich

Schiebe das Baguette
in den glühenden Ofen:
ich habe Hunger

 

Beim Abschiednehmen,
die sanfte Hand am Rücken,
der Abdruck länger



Donnerstag, 17. Mai 2012

Spur

Unsere Spur
eingegraben
in die weiche Erde
Nadelduft
und Pilzeleuchten
deine dunkelgrüne Jacke
im Bürstenschnitt
dein ehemals schwarzes Haar
und Bart
ein Muss
für meine Handflächen
im Wiederholungsfall
sorgsam
die Oberlippe freigeschnitten
ich weiß nur für mich
eine Quelle
erotischen Gedeihens
maghrebinisch dein Antlitz
ein Ausbund an Sanftmut
und Daunigkeit
nur in meiner Nähe
hattest du gesgt
deine sinnlichen Lippen
rosig schon von weitem
wir trafen uns auf jenem Weg
nur für die erste Umarmung
unser Nest
hattest du
längst schon gebaut

Hausherr

Als ich erwache
höre ich Geschirr
die Frau des Hauses
mitten in der Arbeit
verschlafenen Auges
nehme ich den Rücken
eines Mannes wahr
er holt Wäsche
aus der Kommode
geht wieder hinaus

das Zimmer strahlt hell
zartgelb und weiß
die Wände
habe ich
zu lange geschlafen
frage ich mich
doch liege ich
in meiner Bettwäsche
meiner Gastgeber
zuliebe


noch warm
unter der Decke
öffnet sich leise
die Türe
der Hausherr
tritt ein
ein blonder
schlanker Mann
um den Hals
ein goldenes Kettchen
nähert sich
meinem Bett
beugt sich
über mich
die Arme abgestützt
auf der Liege

ich habe mich
sehr gefreut
dass du gestern
auch hier warst
sagt er
sehr freundlich
beinahe flüsternd
beugt sich tiefer
meiner Nase entgegen
sanft
küsst der mich
ich antworte
zungig
seine Haut
schimmert gelblich

schiebt die Decke
zur Seite
welche Wonne
in seinem Gesicht
er legt sich
sachte
auf mich
ich spüre
seine Erregung wachsen
es wird nicht
so schnell gehen
deutet er an
meint er mich
dann täuscht er sich
ich habe
große Lust
meine winzige Bewegung
gilt ihm

den Schlüssel
dreht er leise um
durch seine
weiche Hose
drückt sich
die Wölbung ab
mein Nachthemd
knöpft er
zu Hälte auf
ich schlinge
meine Beine
um seine Hüften
wir folgen
blindlings
unserem Impuls
einer Morgengabe.








Mittwoch, 16. Mai 2012

Tisch

Gerade eben
wurden die Vorspeisen
aufgetragen
eine kleine tiefe Schüssel
mit dem etwas
zu großen Löffel
schlürfe ich geräuschlos
meine Fischsuppe
wir wundern uns
über Büffelmozarella
im Salat

nach links
die angeregte Unterhaltung
über einen
sonderbaren Laden
die Erfolgsaussichten
gegenüber geht es
über Fußballvereine
und ihre Tauglichkeit
eine Grillfeier steht an
noch während
meine Blicke
aufmerksam
die Beiträge verfolgen

gleitet an meinem
Oberschenkel
ein glatter Gegenstand
vorbei
eine kleine Tasche
vielleicht
ich drehe mich um
mein Nachbar
blickt entschuldigend
ein wenig lang
nach fünf Minuten
wiederholt sich
die Berührung
doch sie bleibt

Finger einer Hand
ich zucke
nicht zurück
elektrisiert
lasse ich die
Wellen in meine
Tiefen gleiten
den Fingern
folgt die Hand
ein wenig Druck
die Winzigkeit
einer Bewegung
mit dem Daumen
und ich verharre
weiterhin
während seine Hand
ganz langsam
auf- und abwandert
meine Beine
spreize ich
in vollem Genuss
beinah berühren sich
unsere Knie...






Schimmern

Meine Gedanken
wandern zu dir
ein Hauch
gewebt aus
Sehnsucht
und Lust
gesäumt von
einer Geborgenheit
dir du ausstrahlst
deine Hände
fühle ich wandern
auf mir entlang
deine Berührungen
legen sich
zu meinem
Innersten
und geben meiner Haut
ein Schimmern
wie Perlmutt

Montag, 14. Mai 2012

Laube

An einem späten Nachmittag in jener
Geißblattlaube einer lichten Katakombe
die auf einer ziselierten Traumpagode
aufzuschreiten Amselarien uns nah

gardinen Meisen hüpfen auf diversen
Zweigen und wir nisten uns zu Fuße eines
buschigen Kastanienbaumes hören auf die
Stimmen in uns die den Gaumen nicht

verlassen ein Orenda du sinnierst auf die
Nocturne wir tauschen Brot und trinken
Wasserwein berauscht in dem gefundnen
Codex liegen unbekannte Seiten die wir

kosten eine Azallee blüht rosig wie ein
Seidenmantel wir entheben uns des
Beiwerks lehnen uns an Grenzen die
verwischen Hephaistos schickt uns Leibes

wächter nicht nur Lambitus wir münden wo
wir native speaker unsre Träume lagern
Wechselschatten unter Windmühlflügeln
sterben über uns die Äste wie Kometen.

Sightseeing

Ich kleide mich
zum Ausgehn an
trag heute einmal
keinen Slip
unter dem kurzen
engen Rock
und meine Bluse
transparent
von dünnster Webart
Hauch von Stoff


Büstenheber
nur ein Halter
unterm Busen
oben zeigt er
beinah alles
auf dem Boulevard
spaziere ich entlang
und schaue
mir die Herren an
die sich nach mir
schon umdrehn

ihre Blicke
fang ich ein
und weit darunter
ein sich zeichnendes
Verlangen
blinzle ihnen zu
wenn ihre Münder
sich leicht öffnen
eine Zunge über
ihre Unterlippe gleitet
erheische ein
paar Lächelfalten

einer und  noch einer
nähern sich
und suchen
finden
ein paar Worte
Komplimente
das Gespräch
in ihren Augen
leuchtet Feuer
wir ergötzen uns
daran...


Freitag, 11. Mai 2012

Rückenmassage

Eine Rückenmassage
war dein
freundliches Angebot
und es fiel mir nicht ein
es abzulehnen
du öffnetest sachte
den Reißverschluss
meines Kleides
und deine Hände
glitten und kneteten
meinen Nacken
und den Rücken hinab
mein Büstenhalter
konnte dort
nicht sitzen bleiben
und du löstest
den Verschluss
und deine Hände
glitten und massierten
ich genoss
deine Wohltat
während das Kleid
von den Schultern
geschoben
auf meine
Unterarme sank
und du legtest
sanft
den Rücken frei
deine Hände genossen
das Spiel mit mir
mein Kleid musste
Stück für Stück
weichen
den Berührungen
an Rippen
und Seite
und es fiel mir
ganz auf den Schoß
mein Büstenhalter
folgte ihm
welch zarte Massage
des Dekolletés
und dann
meiner Brüste
bis hin zum Bauch
und weiter noch
in meinen Slip
ich stöhnte bald leise
während die
Lerchen
den Sommerwind
besangen.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Hemdsärmel

Ich strahle dich an
deine Wangen
befühle ich
meine Finger
vergewissern
und deine Arme
mit meinen
Handflächen
Durchschlupf
in deinen Hemdsärmel
meine Ohren saugen an
deiner Stimme
sprich weiter
Lippen
schleichen sich an
noch während
ich antworte
sanfte Belagerung
meine Zunge
ist neugierig
sie berühren sich
ich gebe mich dir hin
ganz

Paradies

Ein wenig abseits an den Straßenrand
geparkt die Decke gut verstaut den Schlüssel
in der linken nähern wir uns dem Portal
ich sperre auf wenn du die Blicke schweifen

lässt die schwere Türe fällt ins Schloss wir
treten ein und kalter Weihrauch strömt die
Nase du umfasst mich sanft von hinten küsst
auf meinen Hals die Atemuhr beschleunigt

sich wir zünden eine Kerze an ich dreh mich
um zu dir wir küssen uns im Kicherflüsterton
ich wühle in den wichen Haaren trägst sie
lang verbergen meine Hände meine Bluse

birgt von unten deine aufgeregten Hände
doch sie spannt du fährst mit ihnen auf und
nieder unsre Münder bergen gegenseitig
weiche Zungen komm und löse dich con mir

wir steigen zur Empore auf ich fasse dich
an jeder Stufe um die Hüften deine Hose
spannt um das Gesäß und vorne ebenso wir
hauchen unser Flehen ins Gewölbe hinten in

der Ecke lassen wir uns leise nieder spielen
mit den Fingern Händen Füßen Armen Beinen
und du öffnest meine Bluse schiebst den Stoff
zur Seite zögernd zeig ich meinen Busen den

Altar mit den geweihten Warzen und du seufzt
in völliger Erregung schiebst du meinen Rock
nach oben nein ich trage nichts darunter denn
mein Heiligtum soll vor dir liegen lüstern deine

Blicke meine Hände treiben deine Hüften an
du willst jetzt deine Hose auf die Seite legen und
dein Kandelaber liegt in meinen Händen sieh
die Kerze kommt zum Vorschein ich umfasse

dich mit meinen Schenkeln Seit an Seite dringst
du spielt dein wunderschöner Penis heftig mit
den Lippen meiner Leidenschaft und das
Verlangen gründet tief und feucht du fährst hinein

und unsre Hüften tanzenWalzer ach ich selber
fange Feuer an verbotner Lust dein Stöhnen lässt
sich nicht mehr halten platzt schon bald aus uns
heraus und reißt uns beide fort ins Paradies.

Dienstag, 8. Mai 2012

Pusteblumen

Im reifen Weinlaub liegend blasen wir
die letzen Pusteblumen ins Gesicht und
nehmen diese Samenschirme auf mit
unsern Mündern lecken uns damit die

Zunge wieder frei auf Wangen Brust und
Bauch du leckst sie mir auf meinen Rücken
auf die Lenden dort wo jenes Dreieck der
Magie verwurzelt liegt kaum kann ich mich

auf meinen Knien halten wohin die Zunge
gleitet hinterlässt sie eine Spur des Glanzes
jetzt noch ist es warm genug und du liegst
auf dem Rücken deine Hände hälst du an mir

und erkundest mich ich senke mich hinab
zu dir die letzten Samenschirme werden
Löwenzähne in mich setzen und ich
erschauere bei dem Gedanken an in

Windeseile wachsend Stängel die mich
reiben innenwärts es zieht ein warmer Hauch
um meine Schenkel deine Nasenspitze
spür ich wohl und weiß doch nicht wer

mir die Feuchtigkeit gespendet ja womöglich
hat ein Stil des Löwenzahns in mir gesaftet
werde watteweich wie jene Pusteblume
als wir sie in Händen hielten lachend

und uns zugewandt und meine Weichheit
geb ich schmelzend preis du hast dich
auch schon aufgekniet dicht hinter mir
fasst du die Hüften ziehst mich an dich

hin und endlich die Erlösung für die
schäumend Weichheit endlich findet
sie hier festen Halt und Anstoß oh wie
ich zerfließe bei dem Anblick auf die

vielen Pusteblumen ach ein Meer von
Samen will vergossen werden und wir
sehen in die gleiche Richtung auf die
Wellenhügel Samen Wellen Samen.

Brüste

Gedanken eilen
dir voraus - meine Brüste
rennen hinterher

Sonntag, 6. Mai 2012

Sekunden

Wie lange ist es her dass wir
lustwandelten in deinen Räumen
legtest deinen Arm um meine Schulter
und mein Kopf gelehnt an dich

auf deinem blauen Filz die Füße
tasteten ein Sandgeräusch frei
wie am Meer von deinen Wänden
schlugen Wellen uns entgegen laut

und gischend unser Wohllaut wenn
wir uns zu necken suchten gurrend
wie die Tauben die vor deinem
Fenster auf den Bäumen saßen und

du reichtest eine Tasse Tee er
schmeckte wie das tiefe Leben
das wir erst gekostet hatten und es
war doch nur ein paar Sekunden her.

Samstag, 5. Mai 2012

Besuch

Ich hatte dich schon jahrelang
im Blick so ganz in meiner
Nähe ist dein Haar ergraut
doch bist du immer noch in

meinen Augen eine Weide dein
Gesicht strahlt Freundlichkeit
und Traurigkeit ein wenig Sehn
sucht gar und wenn in deiner

sanften Stimme du dein Wort
erhebst und du mir etwas nahe
kommst dann glaube ich es ginge
dir wie mir du siehst mich an

beinahe eindringlich als solle ich
in deinen Augen lesen eines
Tages traf es sich du standest in
der Türe ich bat dich hinein wir

tranken eine Tasse Tee und du
erzähltest hörtest nicht mehr auf
und kamst mir näher deine Hand
lag auf der meinen sie bewegte

sich bergauf als deine Stimme
stockte und du fragtest ob auch
ich es wolle kurz vor deinem
Kuss ich sagte dir schon lange.

Spiel

Spiel mit dem Feuer
ist Tanz um den Tanz
um ein Brennen das
niemand erahnt und

erkennt und erfährt doch
das lichterloh dann sich
entzündet an Blicken
an Gesten Geheimnis

des Zwinkerns Berührung
nur eine Sekunde die
ewig als Gleichnis
bedeutende Hoheit erlangt.

Freitag, 4. Mai 2012

Lachen

Nicht immer war es Dauergast
zwischen unsren Mundwinkeln
woanders weilte es bei Fragen
doch nicht zuverlässig und bei

Schweigen es drängte sich schon
sehr bald auf und auch im Flüster
ton warfs rosa Pfeile so dass das
unterbrochne Glucksen klirrend

Kitzelscherben traf sich über uns
im Flug das Lachen gegenwärtig
das uns bleiben wird deines auf
mein Augendrehn und meins

auf deine Reaktion davon auch
unsere Verfolgungsjagden badeten
in lautem Lachen und noch immer
lächle ich wenn ich dran denke

an deinen Telefonpartner als du
mich eng umschlungen in Empfang
nahmst ein stilles Lachen bei den
leisen Treppenhausgeräuschen

umso offener mein Kichern als ich
dein Erstaunen sah wozu man
diesen wunderbaren Secco
schmunzelig verwenden kann.

Sie küssen sich

Dein Gesicht berühre ich mit meinen
Blicken das Begehrten deiner Lippen
deine Arme hebe ich im Schein
deine starken sie betören mich

und ich fahre ihre Linie nach
hinab und hinauf fester und über
deine Haare leicht jedes einzelne
sucht meine Hand meine Zunge

kann nicht warten zu lecken über
deine Sehnsuchtsbehaarung Knospen
legen Samen der Erregung in deine
Haut deine Poren hinabgleiten

lasse ich meine Hände die Hüften
fassen im Griff halten reiben den
Gürtel die Hose ziehen meine Außen
seiten in die Mitte dort wonach sich

die Erkundung sehnt deinen Po erfassen
kann ich nicht mit meinem Griff doch
drücken seine Festigkeit unmöglich
ohne ihn an mich zu ziehen mit meiner

Scham sie küssen sich wie wir uns tief
und diese Tiefe soll uns ganz erfassen
mit allen Sehnsüchten Begierden
mit allem Stöhnen unsren Körpern.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Liebesbrief

Liebster - wie romantisch gewellt
die Anrede des Liebesbriefes mit
Federkiel und Postkutsche einer
langen Wartezeit in der das Hoffen

kein Ende nimmt die Eile keine Eile
hat zu Symbolen geschliffen im
Kontext ihrer Eindeutigkeit die Bot
schaften ohne Bringer mit abkömm

lichen Siegel lösen sich die Worte
ins Vegetarische kühler als fleischig
aber straußig und global gewürzt
das Verzehren trägt das gleiche - sich.

Nahe

Wie gern
wäre ich dir nahe
sehr nahe
schweißnahe
mit Porenkontakt
und Gleitgefahr
ich dein Segelboot
du mein fliegender Teppich
Halt finden im Sinkflug
die Bewegung erst lässt
sahnig spüren
auf ganzer Haut
wenn sich die Knospen
begegenen
sich die Lippen treffen
Zündköpfe an Rauflächen
reiben
gibt es doch
kein Halten mehr.

Streben

Das Streben, fortwährend das Streben
auffordernd treibt es die Nähe uns zu
deine geflügelten Boten breitest du
wie einen roten Teppich ins Meer
die Falten drückst sorgsam du aus
und er rollt vor die Füße
ich hüpfe gezielt auf die Decke
sprich zu mir in deiner papierenen Art
ein raschelnder Ozean wühlt
und abgründig flüsterst du mir
sodass meine Hände dich ankern
wenn gefaltete Meere moussieren
und Nischen erobern
die trocken mir lagen
dann bau ich in Windeseil Brücken
in alle Regionen, waghalsige Dinger
bei denen der Spaß sich mit
Furcht mischt
komm zu mir auf all meine Auslagen!
du hörst mein Verlangen und knöpfst
die Streben des Strebens sind fest
zerwühl meine Haare und spiel
mit mir Wind. Du küsst
all meine Inseln und lässt deine Sterne
drauf wandern. Das Streben der Möven.

Feuer

Meine Finger sind
Antennen
die Gefühle sehen
und sie führen
meine Fingerkuppen
zielgerecht
an deinen Körper
wo hautunterflächig
deine Lust
die Haut zum Kochen bringt
an den Enden
meiner Hände
sind Tentakel
die sich legen
in die Poren
und die Ströme leiten
oh, dein Feuer
möge fahren
weit hinein in mich
und sich verteilen
sich vermehren
unter meiner Haut
und sie dann zum
Quellen bringen
Explodieren
dass ich hautlos
grenzenlos
und feuervoll
mit dir verschmelze.

Irisfarben

Über die Irisfarben unterhielten wir uns
du öffnetest meine Fenster
und ließest Geheimnisse hinein gleiten
die ich inmitten meiner
weißen Rosen Blütenblätter barg.
Ich hielt dies Thema nie für wichtig
denn meine Farbe sieht verwaschen aus
doch deine leuchtet weit.
In deinem Musentempel tanzten wir
auf Wurzelholz den Tango
sich sternend greifender Hände
mitten im Refektorium hielten wir Mahl
ein Reichen und Kosten in zahllosen Gängen
die Karte eiferten wir in Minuskeln.
Zu mischen waren unsre Getränke
nur so gelang die Geschmacksexplosion.
An Zeitlosfenster uferte der Kontumazgarten
und Bretterwände lustwandelten mit Graffitti
in allen Irisfarben
gut für ein scheinbares Versteckspiel.
Am Telefon gingst du mir ins Versteck hinterher
warum, weiß ich nicht
doch werde ich gerne gesucht
es wächst das Gefühl für die Liebe in Schritten.
Das Schelmengässchen armt das Haus
mit imitiertem Dreipass und dem
knackenden Geräusch des
nahen Kaugummiautomaten.
Ein eigener Parkplatz sagtest du, und ich verstand.
Es füllte mich und überfüllte mich
mit Liebeswasser. Ja, es war Liebe
die Liebe der Merianschmetterlinge.

Wir

Meine Hände fahren Wolken
auf deinem Haar und meine
Zunge gleitet über deinen Nacken
mit Fingernägeln füge ich dein Ohr
es perlen Klänge in arabisch Moll;
forme meinen Körper ganz und gar
mit deinen Schöpferhänden
lege deinen Löffel tief in meinen Kelch
lass uns Nester pflücken mit den
Körperwänden und die Federn sammeln
meinen Kopf willst glätten du
ich tropfe dir derweil mit meinen Wimpern
einen Segen in dein Nasenloch
es atmet aus und ein die Wärme
die mein Hals dir schenkt
und meine Brust
doch ganz verborgen in den Winkeln
deines Zauberreichs
stehen scharfe Gräser
damit ich nicht vergesse
wie stark du bist ich habe
keine Chance gegen dich
nicht in geringster Hinsicht
doch auch du kaum gegen mich.

Flussaufwärts

Zeitgänge die mir ein Schiffchen
schreiben Wald pfade in Sackgassen
endend und Händedecken mit Frage
zeichen blicke ich durch Trübnis
flussaufwärts schleifen gelbe
Bänder sich wie hast du wohl
gewählt auf welchen Flüssen segelst
du mit welchen Booten beharrlich
knüpfen deine Sicher heiten die
Linien für dich und deine Zeit verlachte
mich nicht einmal nur ich ging doch
glaubtest du dein Mantel hinge noch bei
mir nur eine Glashaube ists meist trübe.
Sagittales Wortgefecht doch wer hat
es gelandert die Frage echsen rätseln
selbst in ihrer Sprache fischt man keine
Fringnis das Trübe kehrt zurück in
Sicht und in Gemüt hier ist Vermehrungs
ort der Echsen flussaufwärts mag die
Quelle sudeln benehmbar ist sie nicht.