Donnerstag, 3. Mai 2012

Irisfarben

Über die Irisfarben unterhielten wir uns
du öffnetest meine Fenster
und ließest Geheimnisse hinein gleiten
die ich inmitten meiner
weißen Rosen Blütenblätter barg.
Ich hielt dies Thema nie für wichtig
denn meine Farbe sieht verwaschen aus
doch deine leuchtet weit.
In deinem Musentempel tanzten wir
auf Wurzelholz den Tango
sich sternend greifender Hände
mitten im Refektorium hielten wir Mahl
ein Reichen und Kosten in zahllosen Gängen
die Karte eiferten wir in Minuskeln.
Zu mischen waren unsre Getränke
nur so gelang die Geschmacksexplosion.
An Zeitlosfenster uferte der Kontumazgarten
und Bretterwände lustwandelten mit Graffitti
in allen Irisfarben
gut für ein scheinbares Versteckspiel.
Am Telefon gingst du mir ins Versteck hinterher
warum, weiß ich nicht
doch werde ich gerne gesucht
es wächst das Gefühl für die Liebe in Schritten.
Das Schelmengässchen armt das Haus
mit imitiertem Dreipass und dem
knackenden Geräusch des
nahen Kaugummiautomaten.
Ein eigener Parkplatz sagtest du, und ich verstand.
Es füllte mich und überfüllte mich
mit Liebeswasser. Ja, es war Liebe
die Liebe der Merianschmetterlinge.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen