Im reifen Weinlaub liegend blasen wir
die letzen Pusteblumen ins Gesicht und
nehmen diese Samenschirme auf mit
unsern Mündern lecken uns damit die
Zunge wieder frei auf Wangen Brust und
Bauch du leckst sie mir auf meinen Rücken
auf die Lenden dort wo jenes Dreieck der
Magie verwurzelt liegt kaum kann ich mich
auf meinen Knien halten wohin die Zunge
gleitet hinterlässt sie eine Spur des Glanzes
jetzt noch ist es warm genug und du liegst
auf dem Rücken deine Hände hälst du an mir
und erkundest mich ich senke mich hinab
zu dir die letzten Samenschirme werden
Löwenzähne in mich setzen und ich
erschauere bei dem Gedanken an in
Windeseile wachsend Stängel die mich
reiben innenwärts es zieht ein warmer Hauch
um meine Schenkel deine Nasenspitze
spür ich wohl und weiß doch nicht wer
mir die Feuchtigkeit gespendet ja womöglich
hat ein Stil des Löwenzahns in mir gesaftet
werde watteweich wie jene Pusteblume
als wir sie in Händen hielten lachend
und uns zugewandt und meine Weichheit
geb ich schmelzend preis du hast dich
auch schon aufgekniet dicht hinter mir
fasst du die Hüften ziehst mich an dich
hin und endlich die Erlösung für die
schäumend Weichheit endlich findet
sie hier festen Halt und Anstoß oh wie
ich zerfließe bei dem Anblick auf die
vielen Pusteblumen ach ein Meer von
Samen will vergossen werden und wir
sehen in die gleiche Richtung auf die
Wellenhügel Samen Wellen Samen.
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