Montag, 18. Juni 2012

Weiße Seeros

Aus dem Zug direkt uns gegenüber fielen
wir uns in die Arme eine Stadtplanreise in
den Wendehammer und zurück zu einem
Bauplatz der Historie die alte Mühle und das

Straßenende neben Teichen dunkeltals und
feuchtgekühlt die Farne kitzelten und zwischen
ihnen lag ein roter Federpinsel der sich seiner
Schönheit wohl bewusst das Siliherz recht

ansehnlich doch jener transparente Finger
ling ergötzte uns doch brauchten wir nicht
fremde Götter wir genügten ganz uns selbst
im Salvatorekeller wuchsen uns Antennen aus

den Händen griffen tasteten und hielten
Zungen unsrer Münder stießen rhythmisch
formten heiße Takte die zum Tanze animierten
Näher hieß er und du führtest meine Hand

zu dir schon war ich du und du warst ich
und der Altar vor dem du knietest oh ein
Habicht wurdest du und nahmst die Gabe
des geweihten Tisches ein in festen wenigen

Impulsen deine Zauberworte sprachen einen
Balsamsegen deine zarte Hand erlöste mich
versank in einer weißen Seeros seitdem
heiße ich Nymphea bleich mein Leib doch

das Gesicht und Arme hat die Sonne schon
geflutet wie du mich betrachtetest so
leicht verwundert wir den Atemhauch
verfolgten der sich in den Nieselregen

legte doch die kleine Stube wärmte die
Geschichten aus der Jugend und den
letzten Jahren bis zur Abfahrt unsres stillen
Winkens in die Mitte unsres Lebens.

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