Montag, 30. April 2012

Diese Stunde

Die leise Melodie des Abschieds streift
mir noch durchs Haar und mit dem
Wind der sich von mir nun lösen will
gelangen Blicke in die Ferne einer Ferne

dunstverhangen halte ich mich an die
Hügel die terrassenartig angelegt sie
geben Halt und lassen klimmen meine
Augen an den Horizont begleiten grün

die letzten Augenblicke Worte Gesten
Seele dieser tiefen Stimme rauchig
und dein Blick beschwörend trotz der
Augen die mir lachen und ich wende

mich als würd ich flüchten fort von dieser
Stunde die so köstlich endlos wertvoll
für mich war ein Trank aus einer blauen
Flasche denn ich dürstete nach dir ein

Brand beinah wie Höllenfeuer zehrte
mich in deine Arme und ich sah dich lange
an erlauschte deine Bilder von Begegnungen
und von der Sonne die dich gestern stach.

Kerzen

Erster Tag mit dir:
Kerzen im VW-Transit,
selbst Ersatzlichter

Weh-Mut

Wie einen König hab ich dich verehrt
du Lichtgestalt in meinem Herzen
Monolith du Solitär der mich mit Sanft
mut überhäufte denn in keines Mannes

Armen hatte wohler mich gefühlt in
deinen Räumen wurde Göttin unsrer
Liebe ich genannt ich war es auf den
Liegen des Begehrens unter deinen

Händen die die Tiefe der Gefühle wie
ein Segel in den Wind gesetzt auf meinen
Wassern fachtest du die Wellen an und
denk ich an die Zeit des Glücks zurück

wo Raum an Raum sich gliederte in denen
Arm in Arm wir schritten ja dann weine
ich und meine Tränen schmecken süß und
rinnen heiß wie Honigwein ging ich noch

einmal durch den großen Saal den Duft von
Lein die Farben dieser Bilder blasser und die
Blicke sähen mir ins Leere nach der Rausch
aus den Kastanienwäldern triebe fort von hier.

Freitag, 27. April 2012

Düfte spielten Schicksal

Das Gefühl von rotem samtnen
Polster unter einer Decke
die ein Jackenstoff mit einem
schwarzen Schal die Hände

schalig ineinander wie gefaltet
mehr noch suchend aber irgendwie
vertraut die Blicke hin und her
geschoben eingesogen während

auf der Bühne Worte fein getaktet
mit Gefühl und Gestik dargeboten
unser Schauspiel fand im Dunkel
statt und ohne Worte oder hauch

geflüstert wenn die Künstler sich mit
Kusshänden bedankten küssten
wir uns flüchtig doch genug um
unsre Düfte auszutauschen diese

spielten Schicksal so zumindest
glaubten wir das halbe Leben
hatten wir uns grob gezeichnet
schon bevor die Vorstellung begonnen

hatte in der Pause ging es weiter
mit den Fäden die sich so durchs
Dasein ziehen und auch die Zukunft
unsere vielleicht war angedacht und

ausgemalt die Hände fanden unter
schwarzer Decke wieder zueinander
und danach ein kleines Stück des Wegs
du setztest dich zu mir ins Auto und

Gesichter Hände Münder fanden sich
uns ließen sich nicht gehn hier saß noch
nie ein Fremder der die Brille nieder
legte hin zu meiner seine Zunge hin zu

meiner und beim Abschied als du
ausstiegst hatten wir uns ganz schön
nahe angefühlt wie verlockende
Versprechen bis auf bald auf bald.

Mittwoch, 25. April 2012

Ulmensamen

Nicht nur der verlorene
Ulmensamen auf deinem Teppich
flüsterte, ich dürfe ihn pflücken
und ich nahm ihn wie ein Blatt Gold.

Nebenan die gemütliche Kammer
bizarr die Wände und der Holzboden gewellt
das Lager rot gerichtet
schläft es noch weiter den Dornröschenschlaf.

Grenzgängerin werde ich genannt
vom fahrenden Volke stamme ich ab
und blieb nicht lang
unser Lager war dort, wo wir standen.

Lasst uns Spaß haben, riefen wir
mag sein, es ist der größte Trost für uns
die Welt lag uns zu Füßen
auch wenn sich dort die Kleider häuften.

Ein Viertel Tag war ausgesprochen kurz
der Ulmensamen lag nicht mehr
auf seinem angestammten Platz
ich hatte ihn zur Tür gelegt.

Frage

Ebenso radikal wie unbeugsam
ziehen sich unsere Himmelsrichtungen
durch gleißende Nächte
gefolgt von Tagen die zehren

efeu-bepelzte Wohnhäuser
schmücken sich mit kahlen Bäumen
& mit Lampen denen der Duft
der Enge entströmt ich schleiche mich an

& meine Atemzüge hauchen dich
unbemerkt die Wellen von Bildern
& Worten dein ruhendes Haupt
du stelltest mir eine kaum zu

beantwortende Frage oder eine solche
die nur das Leben selbst beantwortet
mit einer anderen unpassenden
Antwort (wenn du dich ihr nicht öffnetest)

eine unausgesprochene
wird es wohl sein

den Fluss hält niemand auf.

Der Hund konnte warten

Der Hund konnte warten
es war ein geduldiges Tier
während wir Grenzen
und Ambivalenzen besprachen
das Schwanken
zwischen Gegensätzen betrachteten
Übergangserfahrungen sammelten

der Hund konnte warten
es war ein gehorsames Tier
wir fuhren auf einer Nussschale
eng umschlungen
damit nichts passierte
in abgestimmten Bewegungen
nahmen wir Fahrt auf

der Hund konnte warten
es war ein stilles Tier
beim Verlassen ergoss sich der Regen
Gewitter setzte uns zu
wir kletterten unter das Boot
und betraten gereinigt das Land
bevor wir die Bastion erreichten

der Hund konnte warten
es war ein genügsames Tier
im Lustgarten der Ewigkeit
stehen bis heute die Figuren
im Todesübergang die eine
im Verfall die andere
wir gingen durchs grüne Tor

der Hund konnte warten
es war ein freundliches Tier
und mitten in der Nacht
als der Hund auf der Decke schlief
folgten wir dem letzten Stadtrauschen
der Mond stand
zwischen den Schornsteinen
er konnte warten.

Domizil

Das einladende Domizil
nahmen wir
ohne Umschweife in Beschlag
gleich vagabundierenden Kumpanen
ergötzten uns an Goldfisch
Teichrose und Fahnenmast
die Stühle standen sorgsam gereiht
um den Tisch des Himmelszimmers
von der Decke brannte die Sonne
das Talufer war weit
vornehm schwieg uns die Hütte
doch die Besen reckten die Hälse
zum schwarzen Duft des Grillplatzes
im Gleichmaß sang
die blechflügelige Windmühle
deinen liebenden Händen.

Kaskaden

Faltenkaskaden schwellen
von Schultern
lassen sich nieder
ruhen
und trinken vom Busen
die Ärmel: ein Fallen
in Schwüngen
in Elle und Bogen
und ganz in der Mitte
hier staut sich
der moosgrüne Bach
und taucht in die Tiefe
Girlanden von Wogen
hängen am Bein
und rauschen zu Boden
die Knöpfe gelöst
also gleitet
der wellige Stoff
an den Schultern hinab
und deckt
meine Weiblichkeit auf
nun werde ich selbst
zur Kaskade
und wandle
und winde hernieder
im Rauschen
im Gleiten
im Frausein.

Baue Mauern

Ziehe dich zurück
und werde unsichtbar
ich begehre
dich zu suchen
in den Falten
deiner Tücher
in den Drehbewegungen
deiner Moleküle
deine Stimme
verhallt in den Tälern
zu Stille
es drängt mich
über Wälle zu wandern
hinter die Horizonte
baue Mauern mir
damit ich klettern lerne
auf Tücherfalten
ziehe ich mich hoch
und werde balancieren

auf Schmalspurstegen
den Wind küssen
mich ihm hingeben
der deine Spuren trägt.

Hellblaue Dreiecke

Hellblaue Dreiecke
spitzen aus Bambusrohr
das sich zu Wäldern verdichtet
olivfaren weit

eckige Flächen wie Hände
doch flirrend gespiegelt vom Wind
der durch Haare fährt
deine stehn kurz
kräftig und gläsern
meine Finger spielen dir Sturm

das Raue schlüpft mühlos
durch Poren
verzweigt sich
und dringt in die Tiefe
ein Wasserfall
formt sich in mir
und rauscht behände zu Tal
dort wo sich
alles Fließen versammelt
zu Tage tritt aus einer
steinernen Spalte

du hältst deine hellblaue Hand
nimmst auf diesen Rausch

die Diener deiner
tempelwohnenden Anima
dringen durch Bambuswälder
und öffnen leise
das Tor meines Schlosses
meine Seele
dürfen sie schwebend berühren.

Montag, 23. April 2012

Einfach so

Mit einer Decke zugedeckt lagen
wir nebeneinander auf der eher
unbequemen Unterlage kuschelten uns
aneinander unsere Nasenflügel flatterten

und unsre Beine krochen aneinander
du zogst mein linkes über deines und
drehtest mich leicht zur Seite näher und
näher es geschah dann einfach so.

Raupen

Die Raupen meiner Wolllust
fraßen sich satt an mir und
wuchsen zu Weichheit und
Korpulenz die Löcher in

meiner Leidenschaft versanken
in sich ich wurde müde sie hatten
sich verpuppt und schlüpften

verteilten sich in meinem Leib
erkunden mich von innen und
siedeln sich kribbelnd und flatternd
an es werden immer mehr.

Hörer

Heiteres Plaudern
zwischen den Hörern wachsen
Blumen der Fantasie

sie wurzeln sich
zwischen den Fasern
des Glases

Schmelzpunkt bald erreicht
nach jedem Satz ein Gurren
Polster im Hals

Vogelflug der Stimmen
auf dem wippenden Geäst
aus Nervenbahnen

rücken zusammen
Stück für Stück und Fuß für Fuß
ich spüre dich knistern.

Dienstag, 17. April 2012

Eindeutig

Wenn Worte eindeutig werden

mir kommt´s schon
ich spritz gleich
mach mich fertig
ja jetzt
ich explodiere
drück´mir den Saft raus

dann kommt es auch mir...


Montag, 16. April 2012

Nebeneinander

Auf dem Sofa nebeneinander
die Worte umschlingen sich
und mit ihnen die Hände die
auf unsere Münder zeigen in

Zungensprache die Antwort
hauchen angeführt vom
geschlossenen Gaumen die
Atmung braust auf und in ihr

umgarnen sich unsere Beine das
Nebeneinander löst sich in Auf
feinander wir lösen uns in ein ein

ziges leidenschaftliches Wesen das

in den Wogen der Lust schwingt
und untergeht es lösen sich Silben
für Erregung und Verlangen
ekstatisch im gemeinsamen Rausch

die Kleidung stört nur noch kurz
wir finden im Gleitschritt unseren 
Weg und lassen uns führen um unser
Ziel in kosmischer Einheit zu finden.

Jugendlich

Deine Jugendlichkeit
die sich in schalkhaften
Mundwinkeln
subsummiert
und in einem gewissen
Lidschlag manifestiert
deine Bewegungen erübrigen
kindlich neugieriges Interesse
Erwartungsfreudenbangigkeit
deiner Stimme
höre ich
die Zwischenzweifel an
du weißt noch nicht
mit welcher Sorte Faden
farblich abgestimmt
du mich umgarnen kannst
und wie locker
du dich mit mir
vernetzen darfst
und dennoch lass ich dich
gewähren
deine vorsichtig
tastenden Hände
erfahren meiner Finger
Zuspruch
und dein Kuss
bei weitem reinlich schöner
als der von alten Hasen
die nie dazu gelernt.


Schaukelstuhl

Leg dich unbekleidet
mit dem Rücken 
auf die Decke
deiner Mitte steht bereits
Empfangsbereitschaft
ins Gesicht geschrieben
lass mich dich
noch einmal prüfen
und nun stell die Beine auf
ich nehme gerne
auf dir Platz
und lasse meine Glieder fahren
ach wiege mich
nach Ost und West
vor und zurück
und sei mein
heiß begehrter
Schaukelstuhl
ins Himmelreich.

Samstag, 14. April 2012

Schwimmbad

Wir küssten uns im Schwimmbad
draußen wo der Bambus rauscht
und das Gebläse seidig sprudelt in
den Mündern mischte sich die Gischt

mit Wogenzungen und die Brandung
schäumte über in ein Kichern
beiderseits du fasstest meinen Po
ganz ungeniert und ungesehen

zwischen uns das Wasserpolster
softig das Gefühl ich drängte mich
zu dir mein Busen schon empfing
die Ströme die in Nervenwegen auf

Begehren schalten ich konnte gar nicht
anders als lasziv mich hin und her zu
dehnen mehr von deiner Hand zu
spüren deine Finger krochen unter den

Bikinislip und strebten unablässig
ihrem Ziel entgegen einem weichen
glattrasierten Strand wo sie sogleich
darauf herumspazierten springend

zwischen Buchten um nach wonnevollem
Chillen in die Tiefe abzutauchen in
der Höhle sich zu bergen einzufahren
in das Dunkelweich ich musste schön

den Mund zusammenpressen um nicht
gleich vernehmlich loszustiehmen mein
Gesicht verbarg ich auf dem weichen
Brusthaar spürte deine Riesenwölbung

deinen Zeiger des Verlangens deine
Lust als ich die Wülstung mit der
rechten Hand berührte drückte und
du legtest dein Gesicht in meine

Haare spieltest mit zwei Fingern in
mir sanft und strebsam raus und rein
indes du leise in die Ohren stöhntest
mit geschlossnem Mund wie ich es

liebe du bewegtest deine Hüften voller
Lust und dies gab mir den Anstoß und
ich schrie ganz ohne Stimme meinen
Höhepunkt auf deine Haut wir blickten

selig welche Wonnen wir uns schenken
konnten ich versprach dir leise die
Revanche in einer dieser Umkleide
kabinen du flüstertest ein leises Ja.

Montag, 9. April 2012

Sonnenbank

Auf dieser Sonnenbank
am Neutor hatten wir bald
Platz genommen saßen
wir nebeneinander
und uns zugewandt

wir plauderten und
scherzten nett bis deine
Hand mir immer näher
kam du legtest sie
ganz sacht auf meinen
Oberschenkel
alle meine Nervenenden
waren höchstselbstmäßig
einverstanden

und derweil wir weiter
scherzten über
wasweißichwarauchegal
die Hand erreichte
meinen Po und die
Erregung wurde immer
weiter angekurbelt
doch ich hatte nicht
viel Ahnung
was dann folgen
könnte oder sollte
denn wir beide waren
nicht mehr frei für uns

und ich bewegte wiegend
meine Hüften um mich
weiter noch zu stimulieren
allein es blieb mir gar
nichts andres übrig und
es blieb dir nicht verborgen
deine Hände suchten
nach der Steigerung
der Lust du selbst warst
fasziniert von diesem
aufgeregten Spiel
das wie von selbst
uns weiter trieb

wir ließen von uns
denn wir wollten noch
woanders hin ins Kino
hatten wir uns vorgenommen
und dort standen wir
am Eingang mit den Karten
in der Hand als du mir
immer näher kamst
du schobst mich sanft
zurück an eine Hauswand
nahmst du meine Hände
führtest sie mir überkopf
an jene Wand und küsstest
mich derweil die andere
den Weg zu meiner Haut
sich bahnte erst den Bauch
dann langsam aufwärts

jeder Zentimeter ein Genuss
gezielt und sachte gingst
du vorwärts bis zum
Bügel des BH und weiter
auf dem Stoff entlang
als unsre Münder
heiß in Atem eingetaucht
dem schlingen Spiel der
Zungen überlassen und
du drücktest mich an
diese Wand es war vor
Lust kaum auszuhalten
spürte deine harte Wölbung
in der Hose und sie rieb an
mir an meinem Oberschenkel
tastete die Hand sich
aufwärts hin zu meinem
Dreieick der Begierde
doch du lockertest den Griff
der Film begann

auf meiner rechten Seite
war dein Platz und deine
raffinierte Hand gelangte
gleich zu meinem Bein
hinauf und bahnte sich den
Weg ganz langsam aber
unaufhörlich weiter
bis hinein endlich hinein
in meinen Schritt ich lief
vor Hitze beinah über
dort vergruben sich die
Finger und blieb bei mir
in unmerklichen Regungen
bis ich ekstatisch überkochte
halb versunken in dem
Sessel es hatte niemand
mitbekommen glaube ich
nur du der mich so himmlich
führen konnte und mir
die höchste Wollust schenkte.




Sonntag, 8. April 2012

Regenwarm

Du lässt mich aufblühen
unter deiner regenwarmen Stimme
wachse ich dir entgegen
du trocknest mich
mit deinen Händen
und dem Duft in deiner Kleidung
du entflammst mich
mit deinen Liebkosungen
ich gehe auf
in einer feuerroten Blüte.

Rot ...

Ich traf dich bald nach unsrem Kennenlernen
hier am Rand des Dorfes warst du bereits
vor mir da wir fanden uns am Westwallufer 
wo dein Wohnmobil dem Winter trotzte


der Novemberkahlheit meine rote Jacke
rotes Käppchen heute morgen war die
Unterlage schon ein wenig farbig innenwändig
herrschte Sommer eine Liege und die Decke

triumphierten übers Interieur wir redeten
und küssten uns liebkosten erst die Kleidung
dann die Körper und du warst so zärtlich
wie beim Abschiedstalk im Auto meine

Rötung zeigte sich schon deutlich kräftiger
doch du warst wie ein Gentleman und mein
Detail war dir egal dein kleiner Chef stieß
mit mir an auf Knien und in voller Fahrt

die zuckende Entladung nahm kein Ende -
errötet war dein ganzer Bauch die Tücher
fluteten das Wohngemach doch du gabst mir
was ich auch von dir ersehnt mit aller Zärtlichkeit.

Freitag, 6. April 2012

Worte

Drehe dein Gesicht
mir zu & strecke
deine Arme aus nun
öffne Augen deinen
Mund & zeig mir
dein Verlangen in dem
tiefen Lächeln
deines Mannseins
ach umspiele mich
mit deinen Worten
Komplimenten denn
am schönsten bist
du wenn ich dir gefalle
& du sagst es
voller Innigkeit
und Tiefe meinen
Körper darfst du loben

reich mir deine
Worte wie ein Seiden
kleid das glänzt &
doch Konturen
schimmern lässt
besonders Lust erregt
& geil ich steh auf
anmachst will dich haben
Blütenblätter & bei
komm auf meine
Liege krieg ich weiche
Knie ich will dich
stöhnen hören
schreien Rausch
Ekstase vögeln
nehmen & Verlangen
den Burschen lecken
heizen mich dann
vollends an.

Donnerstag, 5. April 2012

Im Spiegel der Vitrine

Unter meinem langen Rock
spreize ich die Beine
die Vorstellung deines
Begehrens
der Lust in dein Gesicht gemalt
mit leicht geöffneten Lippen
die Hände zu mir hingestreckt
meine Sitzfläche ein Sattel
meine Hand
an meine rechte Brust geführt
lässt mich erschauern
und im Spiegel der Vitrine
zeige ich mir selbst
mein Dekolletee
und blöße es rot vorhofig
die linke Hand
auf absehbare Zeit
verschwunden. 

Dienstag, 3. April 2012

Mittelfeld

Du erzähltest mir
von den Begegnungen
mit andren Frauen 
manche schweigen
in Ekstase
eine schrie laut
himmelwärts
dass du schon
Angst bekamst
du hättest ihr
wohl Schmerzen
zugeführt

ich danke dir
für deine Worte
und nun weiß ich
dass ich sicherlich
zum Mittelfeld
gehöre.

Schöne Tage

In Erinnerung
an unsere schönen Tage
schrieb ich jene Zeilen

und genau
in diesen Stunden
sah ich dich
im Hintergrund
von einem Bild
mit dem Bericht dazu
in unsrer Zeitung

und einen ganzen Tag lang
durfte ich dich
unsre schönen Stunden
in Erinnerungen 
noch einmal genießen.

Montag, 2. April 2012

Hoherpriester - Dreizeiler

Hoherpriester
mit Langhaar wallendem Bart
weihe mich ein

erfahrener Mann
saugst an meinem Kussmund
ja sagst du ja

hast dich entschieden
du legst deine Hand auf mich
ich huldige dir

wir sitzen ganz eng
du vertiefst meinen Atem 
segnende Hände

kleine Geschenke
meine Brüste mein Schameck
enthüllst du langsam

Balsam des Heiles
entlockst du mir und dir
nichts wird reiben

gestammelter Laut
ein weihevolles Gebet
ich lausche dir

Flamme der Lust
wir gehen darin unter
du unter mir

vollziehen den Schritt
nun geht kein Weg zurück
ja sagst du ja.




Sonntag, 1. April 2012

Nachmittags

Zu unserer Verabredung kam ich
etwas zu spät du hattest bereits
Platz genommen an der Bank
das Motorrad ein paar Meter weiter

abgestellt ich parkte und ach so
sahst du in Wirklichkeit und aus der
Nähe aus die Fotos zeigten dich
als Musiker im Anzug und mit

Saxophon du hattest eine Flasche
Sekt dabei und eine Decke wir
redeten von uns und standen auf
und gingen ein Stück Weg entlang

auf einem Stein nahmen wir Platz
und tauschten Küsse deine Hände
suchten bald die Pfade der Verreizung
etwas ungeschickt wohl aufgeregt

warst du ich habe eigentlich nicht
viel erwartet so ein Treffen ist schon
Risiko genug und das am hellen Nach
mittag wer weiß wer hier vorbei

kommt und so nahmen wir die
Decke untern Arm mit der wir ein
paar Zeilen weinbergseinwärts
schlichen einmal um die Ecke weiter

testeten den Boden breiteten den
Teppich aus Oktober wars und warm
am Nachmittag das Laub hing dicht
die nackten Stämmchen boten keinen

wahren Sichtschutz doch wir duckten
uns und warfen schnell die Kleider ab
dein Phallus war beeindruckend
geformt und deine Hoden hingen groß

herab wir küssten uns und neckten
uns wir kosten uns und lachten leis 
du legtest dich zu mir und riebst ihn
längs durch meine Scham ein paar mal

hin und her was dann geschah verdrehte
mir die Sinne allzuwahres Wohlgefühl
und das inmitten der Natur nicht weit
von uns spazierten Leute denn man

konnte ihre Beine sehn die meinen
streckte ich zum Himmel und genoss die
ganze Fülle und das Schaukeln deines
Säckleins an mich unsre freie Liebe und

das Abenteuer der Erregung und
Erfüllung unterdrückter Jubelruf
nach meiner eigenen Entladung und
du warst auch ganz still bei dir.