Dienstag, 11. Februar 2014

Kleine Maske

Sanft riefst du mich
auf deine Liege
über mein Gesicht senkte sich
eine kleine Maske
deine Finger knüpften ein Band fest
mir wurde schwindlig denn
grenzenlos war
die einströmende Dunkelheit
umhüllte mein ganzes Leben
auf einen Punkt geneigt
den Blick nach innen

drang ein Duft von Lavendel
keimte durch meine Poren
wusch sich aus tastenden Kelchen
netzartig auf meinem Körper
warmer Sirup strömte ohne Hast
über meine Sommerhügel
und meine bejahendeTalquelle
aus der das Elixier des pflückenden Lebens
in meine Ganzheit überging
und deine Hände waren meine Erde
die mich tiefer
als mein Selbst durchdrang.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Ritt

Nicht aufzuhalten unser Ritt durch die Prärie im Wasserfall
wir hängen aneinander halten uns im Gegenpol als könnten
wir uns so vor dem Ertrinken retten denn der Fallschirm
bleibt verschlossen wie Gardinen nach den schmalen Seiten

lösen wir die Worte auf verlieren unbemerkt an Höhe
werfen erst die Kleider ab die uns Verknotete verschlingen
in der angepeilten Nähe sehen wir uns nicht mehr scharf
wir lachen wie so oft wenns einzweideutig wird es ist die

ungetrübte Haptik die verschlungnen Beine auf dem
Sofa reißt die Kette auseinander gleiten wir durch die Prärie
der beiden Hügel Täler Schluchten schwarzen Löcher
die nichts wollen als gefüllt zu werden himmelwärts

strebt das Gefieder in der Körpermitte fest am Zügel
wehen wir behände meine Finger graben sich in deinen
Nacken unsre Zungenflügel gleichen Fledermäusen
die den Schutz der warmen Dunkelheit erobern.