Montag, 30. Dezember 2013

Wuchs die Zweisamkeit

Jene winterlich verlassene Terrasse diente uns
als Eingang zu solch hohen Hemisphären
Schwünge unterm Wolkenbett gesichert zu erleben
und dort schnürten wir mit kühlen Händen

unser Sicherungspaket verknoteten ein Lächeln
wie die Wehmut unserer ungeträumten Leben
und verwuchsen alle Enden mit der Zukunftsmöglichkeit
erkundeten das neue Land bis an die Sommergrenzen

einer Waldwirtschaft dein Antlitz glitzerte
wie frischer Schnee den wir entbehren mussten
doch wir Zellen hatten sich gefunden in der Mitte wuchs
die Zweisamkeit heran und wollte fruchten

und wir tauften uns mit neuen Namen zeilenweis
besahen wir das unvermutet Wahrgesehene den Klang
der blühenden Vokale deine bange Frage - Denkpause -
warum auch nicht - du atmetest bis in den Himmel.

Samstag, 28. Dezember 2013

Atemwellen

Wieviel sehnsuchtsheiße Verse schrieb ich dir
platzierte sie in deinen Ärmel untergründig
führt der Weg nur über Wurzelholz und zwischen
Ästen endete die Gasse vor dem Farnhain 


meine roten Ohrringe im leisen Klimperregen
wir vergruben uns vor Publikum noch immer hallt
dein Lachen zwischen Stämmen hin und her
du hieltest deine Hand und fingst mich Regen auf 


ich gehe täglich hier spazieren über jene Brücke
wo die junge Frau die Honigrübe unter sich bugsierte
Hand in Zitterhand dem Jackensaum entlang
fixierte ich dein lebhaftes Profil die leicht gebogne


Nase deine weichen Lippen und dein Kinn
die schmeichelhafte Stimme unsre ersten Küsse
und die Atemwellen als du meine Bluse öffnetest
die rechte Hand nach meinem Busen fragte.


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Feuchter Sand

Tanzender Geliebter deine Arme
formen Dünen denen wir uns gleichen
Winde streifen kreuz und überquer
entlang Kanälen hinter deinen Füßen

Wellen von Ekstase türmen sich und regnen
Zwitschertöne lass uns Rieselmelodien hören
strecken wir die Hände übern Horizont
das Lenkrad leicht nach links gedreht

erwarten wir nun die Beschleunigung wir halten
uns auf diesem Wüstenschiff die hingehauchten
Wasserschlangen perlen auf den Schultern ab
ein Duft nach feuchtem Sand.

Montag, 16. Dezember 2013

Einheimlich

Fingerbiebernd tasten wir entlang an
einem Flauschewollefaden den wir
zentimeterweise lösen deine Oberarme
flaumen meinen Lippen schon entgegen

in den Tälern deiner Wangen spielt
der Film vom roten Fuchs in Frankfreichs
Westen deine raue Stimme führt mich näher
dichter zu dir an den Ufern unseres

Liebesflusses baden wir auf Wolkenkissen
die wir uns zuvor geschenkt wir tauchen ein
ins Element der Leidenschaft die sinken lässt
auf Gründe zwischen Wasser Erde Stein

die weiter trägt als unsre Schwere je
zu hoffen sah wir lösen uns im Innenreich
sakraler Tempel denn das Schillerlicht
erfasst auch uns im einheimlichen Werden.

Freitag, 22. November 2013

Schlucht

In unserer Wohngemeinschaft nähren wir
den Flor mit einem neuen Muster den
Konturen unserer Sprache fügen ins Substrat
die Eleganz der fingerknospen Knitterspannung 


und die Hoffnungsfunken denen wir erliegen
sinken ein ins Reich der Flausen die sich
in die einheitlichen Mitten senken
eine Schlucht gefüllt mit Schmeicheleien


dient der Reinigung der Körperseelen
an uns selbst der ganze Rest zerfließt
und schmilzt in einem gegenläufigen
Empfangen bahnen uns den zugesagten Weg.


Sonntag, 17. November 2013

Schaukel II

Köstlich breitest du dich aus sei meine
Basislage mein Verlangen Haut an Haar
und Brust an Brust ich hab das Monopol
auf dich dein Nest und deine Reize 

in Gestalt des dicken Knotens an mich
drückt wir schwingen uns im Chor hinauf
in himmlische Genüsse nein noch nicht gleich
wieder tanzen wir den Liebestanz des Südens

bis nein noch nicht und noch einmal Anlauf
auf der Schaukel der Ekstase und  ich geb dir 
eine Pause spüre deine unfassbare Fülle auf
wir schwingen uns noch einmal und ich lasse los...

Orangentropfen

Orangentropfen aus der eingerollten Zeitung 
trieft der süße Saft der Inbrunst zittern noch 
die Arme einem Duft der Schreie nach 
das Bündel fest verschnürter Fiebernächte 

nichts beschreibt den heißen Wahn mit Worten 
gleichsam Wahnsinnswolkenworten nur die 
strukturierten Wölbungen bezeugen
die gebarte Öffnung und Verletztlichkeit 


die Macht der Unterlegenen die nur den 
angeschwollnen Knopf für das orangene 
Lämpchen drückt das Zimmer leuchtet auf
und aus der Fadenbirne quillt das Fleisch 


in Bläschen blumenwesig bildet neue Früchte 
aus im warmen Schein des keuchen Schauers 
spielt die schmale Flamme mit der Feuchte
Hasch mich halt mich fest und schlage mich.

Dienstag, 12. November 2013

Schwinge

Köstlich breitest du dich aus sei meine
Unterlage mein Verlangen Haut an Haar
und Brust an Brust ich hab das Monopol

auf dich dein Nest und deine Reize
welche

in Gestalt
des wundersamen Knotens an mich
drückt wir schwingen uns im Chor hinaufin 
himmlische Genüsse nein noch nicht gleich
wieder tanzen wir den Liebestanz des Südens

bis ... nein noch nicht und noch einmal Anlauf
auf der Schaukel der Ekstase und ich
schenk dir 
eine Pause spüre deine unfassbare Fülle auf wirschwingen uns noch einmal und ich lasse los...

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Wünsche

Mir ist als würden meine ganz geheimen
Wünsche deine Hände sogleich führen
sie berühren mich wo du sie meisterlich
zu tasten es verstehst sie wecken liebevoll

die Lust und meine Haut und meine Sinne
öffnen Lippen Hände meine Schenkel alle
Poren meines Daseins meine Augen sehen
dich vor mir den ich berühren darf an seinen

wundervollen Regionen ich umsegle dein Gesicht
und Haar und Oberarme und wir küssen uns
so wie es immer zwischen uns geschieht
mein Körper wandert wonnig dir entgegen.

Tosen

Wenn Dämmerregen deiner Fingersterne
über mich hinwegherrschen und im Sturm
der Lust die Hüllen wie das feuchte Laub
in Zwischenräume fällt dann breite ich

die Flügel aus und lass mich treiben im Kanal
der Körperströme unter meinen letzten Stoff
ist deine Hand gelandet schwingt in den
Gezeiten mit ich werde Ufer das im Meer versinkt

wenn Freudentänze deinen Baum umfassen
bricht die Quelle deines Brunnens schaumig
mir entgegen deine Manneskrone blank und stolz
und deinen Bergfried nehme ich im Sturm

ich salbe ihn mit deinem Honig fest umschlungen
Säuseln streift um meine Liege und die Wolken
werden salzig schwer dein Tosen braust und
türmt sich trommelt schwillt zum nassen Schrei.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Blätterregen

Komm lass uns im Blätterregen duschen
ich bringe deinen gut gewachsnen Baum
im Garten unsres Paradieses leicht in Schwung
sein Stamm ist fest ich schüttle ihn

komm lass und Sturm spielen danach Drang
du hast die durchtrainierte Brust
und ich den Mund zur steifen Brise
so entblättern sich die Herbstgewächse

wir lassen alle Blätter auf uns gleiten
bis wir bedeckt und eingedunkelt
der Schwerelosigkeit entgegengehn
das tiefe Rot des Laubes ganz um uns.

Unterirdisch

Dein Gesicht drück ich bestimmend an die Ufer
meines Dekolletés oh hauch mir deinen heißen Atem
über meine Hügel übergieße mich mit deinen Rufen
deinen antriebsstarken Worten ah mein Schoß

füllt sich mit deiner Hitze weitet meine Pore unsre Lippen
finden zueinander deine Blicke gleiten über meine
Wallungen ich sehne mich so sehr nach deiner zarten
Fingerschrift und während zentimeterweise sich dein

Daumen meiner Knospe nähert während eine unterirdische
Berühung mich erfasst erfüllst du mich bis in die
Wurzeln meines Seins mit deinen Fingerspitzen
ihrer filigranen Reise durch das dunkelrote Universum.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Offen

Ich pflücke dir die letzten Blüten dieses Jahres
leg sie zwischen Hagebutten und Kastanien
nach deren Glanz und Glätte meine Hände greifen

von mir dem Fliederbusch fällt schon das herbe
Laub du zupfst mit deinen Fingern ein paar Stücke
Rinde ab von meinem Leib dort küsst du mich

und lege meine Furchen noch hinzu wir ziehen
unsre Sommerernte in Gestalt einer Spirale hin
zur Mitte führt das Rot der süßen Früchte

dunkle Rose deren Blütenblätter samtig fein
die duftend lockt seit einem halben Jahr für dich
mit deinem Zartgefühl vollkommen prall und offen.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Bereichert

Küss mich silbern auf mein knappes Seidenkleid
mein Duft verschmelze sich mit deinem Rückenflaum
auf dem die Melodie in Tröpfchen in die Finger sinkt
mit denen du die Saiten meiner Wollust schlägst

lass deine heißen Worte auf mich regnen sich weit
verzweigen in die Knospen meiner Sehnsuchtswohnung
und auf meinen body der sich wohlig dir entgegenstreckt
wir werden langsam eins und unsre Blicke sinken tiefer

meine Hände saugen sich an deiner Schulter fest
und draußen hüpft der Eichelhäher auf den Nussbaumzweigen
auf und ab und schenkt der Elster eine Walnuss
ich fühle mich von dir so abgrundtief bereichert.

Mittwoch, 25. September 2013

Fliederträume

Fliederträume aus verwelkten Orchideenblüten
denn ich fing sie ein mit meinen Fragen und nun
liegen sie bereit in deinen Blicken deinem Ohr
das sich nach meinen Lippen sehnt und deine Finger

lassen jene Träume frei auf meiner Haut spazierend
pinseln sie mir deine Poesie der ausgehauchten Töne
und der filigranen Windungen der Mittelteil wird
schneller angefacht in leidenschaftlich heißer Pose

die sich durch das Sehnsuchtstal hindurchzieht
plötzlich fühlen wir den Durst auf unseren Lippen
dessen Stillung keinen Aufschub duldet Fliedersäfte
dringen aus den Tiefen und wir kosten setzen an

Genuss der sich zutiefst entfaltet unsere Körper
wortbereitet flutet sich ergießt wie ein Vulkan
und wir gehen auf und werden Teil von uns den
Schlusssatz singen wir gemeinsam selbstverloren.

Mittwoch, 18. September 2013

Wende

Inmitten meiner Kümmerfurche
überbringst du deine Einsamkeit
ich gieß mit großer Geste
Schmutzwasser hinzu

unsere Hände halten sich
auf der legeren Fahrt
die zwischen Fingern kaum beginnt
und an den Unterarmen
sich verzweigt 
sie nehmen Fährte auf
und pendeln leise
zwischen hingehauchten Küssen
und den Außenseiten
meiner wollbedeckten Hügel

in einer Wende schiebt mein Atem
eine Türe auf
und wir betreten eine völlig neue Welt
das Vorige bleibt sorgsam
hinter uns
wir tauschen Haut und Denken
gegen eine Freiheit Kraft zu schöpfen
zu regenerieren
reichen uns die Hand und mehr
uns gegenseitig bis ins Innerste
zu führen.

Freitag, 6. September 2013

Glocke

Den Sommer eingesogen dich geborgen
unter meiner Glocke die du mir in warmen
Tönen schlugst das Gießen Fließen ist
noch lange nicht verklungen ich vibriere

in den Herbst hinein bis unser Hohlweg
triefen wird von Nebel im letzten Monde
balancierten wir auf einer fremden Woge
unsrer Ernte mein Patron wir kosteten

uns frei und tranken Möhrenwasser
Hagebuttenwein garnierten uns mit
wildem Oregano der im heißen Wind
den Duft verströmte bis die Glocke schlug.

Donnerstag, 29. August 2013

Nachlese

An jedem Halm
ein Tropfen Tau
in dem sich sonnig
unsere Gesichter
spiegelten

an unseren Lippen
nährende Worte
für einen Film
besonderer Art

das Trudeln unserer
Hände vor den
heimatlichen Gründen
eines Schattenrausches

ich lese nach
und sammle alle
Halmetropfen
die Hagebutten
die von Waldreben
umschlossen
und den edlen Zauber
wilder Möhren.

Freitag, 23. August 2013

Eiland

Unser Glasfloß lag verteut am Strand der roten Insel
die uns einlud blondes Gras und Schmetterlinge
und wir atmeten den feuergelben Mond zu unsren Füßen
fugenlos gefaltet war die Nacht von lauem Wind

der uns die Kleider küsste und du deutetest mir
hinterrücks die kleinen Muscheln zu liebkosen
es war dunkles Gras das sich nach außen dehnte
die Berührung zuließ deine Hände kreisten um die Sterne

und ein langes Gleiten folgte wieviel Male durch das
ganze Eiland ohne Eile ohne Schwere ging der Flug
in ausgedehntes Schweben über wie die Pinguine
durch die Fluten rauschen eine Möwenfeder

die in einer Welle segelt ein paar Worte schlugen
ihre Flügel floßgespiegelt raunten von den Wolken
rückgeworfen zum Akkord den eine Bö verschlang
ein leichter Niesel rann entlang der weißen Fahne.

Samstag, 17. August 2013

Liebesspiel

Ein angesagter Schauplatz zwischen Sturm
und Drang dem Liebesspiel mit Vorhangfallen
ja auch Verheddern zwischen Falten dem Genießen
der Komposition die mehr und mehr zu unsrer wird

und dessen Schönheit stufig lebhaft lustvoll wandert
zwischen Polen himmlisch erdig vordergründig
hinterrückig und zurück so wird das Stück bestückt
uns ist es längerdauernd sehr willkommen

viele Kullernoten Dirigentenstab und Modellierhände
ein A und O ein Feuern und Entfachen wedelnd wird das
Feuer angeschwellt gehalten und genossen hergegeben
und behalten bis zum Nonplusultragehtnichtmehr.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Traumtropfen

Traumtropfens Halmespiel dringt zwischen
glühende Hitze und Nachtsaumes Band
es wird dämmrig inmitten der Worte
der warmen Geräusche wir fliegen fernab

von den Polen der gelblichen Meere hinüber
zum Leuchtturm der rhythmischen Zeichen
von weither erkennen wir uns an den
Lustmelodien und reichen uns sinnlich

den Tonkrug gefüllt mit den Traumtropfen
gestriger Tage die Halme des Sommers
verglühen uns zwischen den netzenden
Perlen fernab unsrer üblichen Streuung.

Ströme

Ich breite eine Decke aus der Sommerwärme ganz entgegen
meine Poren öffnen ihre Münder lassen Ströme fließen
und zum Himmel ziehen Wolken formen sich nach meinen
Fantasien Pfeile sehe ich und Körper die sich wälzen 


und verschmelzen auf mich regnen grünen lassen
und im Dunst vergehen wie die Fluten die sich
über meine Arme Beine Busen Hüften schmiegen
fließen und zergehen meine Decke schwimmt mit mir 


auf einem wohlgeformten Leib und zwischen
losgelösten Muskeln Armen die mich halten nehmen
quellen lassen aneinanderschmiegen und gemeinsam
Poren öffnen deren Münder Ströme fließen lassen 


eins bin ich mit deiner Physis deinem angenehmen Klang
mit allen Fließgewässern unter uns mit allen Wolkenbildern
dieser Welt der Poesie der offnen Gesten Münder und
Gesänge eins sogar mit diesem Wort es löst sich an mir auf .


Sonntag, 30. Juni 2013

Sehnsuchtsgedanken

Ich küsse dich, wohin du willst.

Meinen Nacken lasse ich in deine Küsse wehen, an meinem Hals dürfen sie sich reiben.

Mein heißer Atem an deinem Hals. Meine Zunge legt eine zärtliche Spur bis zu deinem Mund, so dass unsere Zungen sich finden.

Mein Empfinden breitet sich aus und gewinnt an Tiefe, meine Hügel und mein Ufer kommen dir entgegen. Der Zeiger deiner Sehnsucht und Lust genießt meine zärtlichen Berührungen. Er steigt zum Olymp und zeigt Aphrodite den weg ins Paradies.

Das alles ergibt die Sehnsucht, sich noch näher und intensiver zu spüren. Meine Zunge und Hände erreichen das tiefe Delta. Die Sehnsucht steigt, mit dir eins zu werden.

Deine sanften bis heftigen Bewegungen, deine Lust an mir, deine nassen Berührungen und dein erregtes Gesicht lassen mich zerfließen.

Es ist traumhaft, mit dir eins zu sein und in dir zu zerfließen, dahinzuschmelzen.

Dann sollst du der Stimme deines Körpers mit größter Wolllust folgen. Beschenke mich mit deiner Lust!

Deine Hingabe macht mich nur noch wilder. Ich kann mich nicht mehr beherrschen. Mein Körper ist außer Kontrolle, der Druck wird übermächtig.

Auf dem Gipfel deiner Lust bricht auch mein Höhenrausch aus.

Ich gebe dir alles und sinke hilflos, matt und doch so zufrieden auf deinen warmen Körper herab um das Wohlfühlen noch weiter zu genießen.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Heißer Wind

Aus dem Orchideenurwald traten wir
an Ufersäume wo die Panzerkröten
unter den Rhabarberblättern schliefen
und die Palme uns die Fernbö fächelte

das Boot lag in der andren Bucht
vobei auf Stegen streckten Blütenrispen
ihre Finger aus ein leises Schwanken
der Ballast bllieb draußen und wir waren

startklar als ein heißer Wind das Segel
glättete die Taue festgeknüpft das Meer
saugte sich fest an uns wir wurden Teil
der Endloswelle und erschöpften uns in ihr.

Dienstag, 11. Juni 2013

Tau

Regentropfen pflücken wir
von den Halmen und bemalen
unsere Arme mit dem
verbliebenen Tau
Bodypainting seitlichglänzend
entblöße mir sekundig deine Zungenspitze
die seidene Schale deiner Seele
wir berühren uns punktuell
lassen die Oberfläche kräuseln
das Kunstwerk fortsetzen
und an unseren Fruchtkörpern
vollenden.

Freitag, 31. Mai 2013

Honigdüne

Taumelblau das Strömen zwischen uns
das Spiel der schutzgedeckten Hände
fängt die Blicke denen es kaum möglich
dein Gesicht und deine Stimme filigranen
im Geradestellen unsrer Wortgeschöpfe
zählen wir das Inventar der letzten Jahre

auf meinen Wanderzügen näherte ich mich
der Costa Rica kringelte das Räucherpulver
auf dem Felsen unter mir die landesweiten
Wellen wie Lametta aus gekämmtem Mond
der meine Lippen streift die Honigdüne auf
der gelbe Blütenflocken uns die Decke breiten.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Leitfaden

In engsten Arm genommen unter blauen Zweigen
tauchen wir hinab in den Untergrund der Gläsermusik
deine wuscheligen Haare leuchten floureszierend
unter meinen beiden Streifzügen deine Haut weckt

das Begehren meiner Glückskinder die den Spiegelbalsam
schon auf deinen Rücken pinseln unsere Romanze
hat die Grenzen überwunden denn ihr Spielraum
ist Unendlichkeit für die gewisse Zeit der Künstlernamen

du liest aus meiner Hand die feminine Haltung
und gleichst ab mit deiner später in der Nachlese
bejaht sich die Sublimierung der zielgelotsten
Wanderungsbewegungen im schönen Geist

genießerisch erweitern wir unseren Horizont
Saum folgt Schal und Zähnchen weicht Zipper
Perlen wachsen und rinnen aus den Sümpfen steigen Zungen
entlang unseres wortgesponnenen Leitfadens.

Geheimnis

Jenes Fantasiegebilde das wir Eingewöhnte
lesen und erkunden eine violette Dämmerhütte
die wir tastend eingehakt erobern nimmt sie uns
mit ihrer geisterhaften Stimmung durch und durch

gefangen uns die wir uns vogelfrei beschreiben
schwebend abgehoben und uns selbst genügend
überträgt das Wunder seine Botschaft eigenhändig
in uns die wir im Geheimdienst außengrenzenbereichend

cool in Fassung bringen während innerorts
der Schössling sich vervielfacht und geradezu
bestrebt ist sich in uns zu gründen stiehlt er uns
mit seinen Wurzeln nach und nach die Hoheitszeichen.

Aromatisch

In allen Räumen geht mir dein Duft voraus
gegen den ich überhaupt nichts richten kann
bereits der Eingang schenkt mir eine feine
Mischung von Parfüm hier dominiert dein Wesen

und erst recht die Garderobe wo aus den
Jackenkrägen eine festere Melange und auch
noch mehr von deiner Haut inmitten meine Nase
dringt ein zarter Hauch von Kaffee schwebt

engelsgleich durchs Wohngemach doch
teuflischaromatisch geht es zu in deinem
Schlafraum tanzen die Gerüche Tango und
ich atme deinen ganzen Körper wärmer immer

wärmer strömt dein Kissen bis hinüber in das
parfümierte Kleiderzimmer überall hängt die Girlande
voll von deiner Anima selbst in die Streifen deiner
Hemden webtest du die Sehnsucht meiner Lust.

Samstag, 27. April 2013

Füße

Spiel meiner schlafwarmen Füße mit dir
die Zehen tasten etwas unbeholfen
meine Sohlen drücken sanft von
beiden Seiten gegen die Banane

und du jubelst über diese Art der
Zärtlichkeit du schenkst mir deine
Fingerküsse Federhände Weiterlust
du löst dich auf in Windungen mit mir.

Samstag, 6. April 2013

Waagen

Soll ich es waagen
dir mein Passwort zu verraten
damit du auf meine
ganz geheimen Datensätze
zugreifen kannst
sie zu beider Freude
in 01110001Wallungen
zu stricheln
am Ende hast du
sie womöglich
leicht verändert
und es gewaagt
dem Schlüsselwort
ein S hinzuzufügen.

Freitag, 29. März 2013

Martini

Das Hügeleis gestoßen
in den offnen Kelch gelegt
Möchtest du meinen Martini
genussvoll gerührt oder
kräftig geschüttelt?
Hm, zunächst sehr sanft
gerührt mit deinem Silberstab
das zweite Glas geschüttelt
und verwirbelt dass ich
eingeschenkt dann kaum mehr weiß
wo obenuntenrechtsundlinks
du dich an mir zerfließt.

Sonnenhell

Besucherin war ich in diesen Räumen
die Kunst und Studium bewohnen
er zeigte dem Studenten wie auf Papier
das Licht die Nase küsst und sich 


die Oberlippe in den Schatten wendet
die Kontur war noch ein wenig eckig
doch für eine Karrikatur war das Bild
nicht schlecht ich fand mich mitten


im Gespräch die sonnenhellen Haare
des Dozenten lockten obendrein und
als er mir im andern Zimmer etwas
zeigen wollte legte er den Arm um 


meine Schulter und am Rückweg
wiederholte er die Geste als ich gehen
musste sah er mich bedeutsam an
umarmte mich und küsste meine Stirn


ich seine zarten Lippen plaudernd
ging er noch mit mir den Gang entlang
und flüsternd engumschlungen lud
er mich zur Feier seines Festtags ein.


Dienstag, 12. März 2013

blume I

der regen bin ich
niederschlag
und auflösung

du öffnest deine hand
einer blume gleich
bereit

ich regne
auf fingerspitzen
nur flüchtig

geduldige blume
erwartet den fluss
meines regens

ich ströme zu dir
mitten in deine
hand

sie umfasst meine
ich liege in ihr
der regen lässt nach.

Samstag, 9. März 2013

Milch und Honig

Führe mich aus dem weiten Land der
arbeitsbeherrschten Knechtschaft
getaktet nach fremden Bedürfnissen
florierenden Globalwirtschaftens

durch die Wüste heillosen Verderbens
der massenmedialen Einlullungen
trockengelegter Gehirne und Gemüter
Mägen der Genussucht verfallen

in die Ebenen und sanften Hügel
grünblühend und zwitschergetarnt
Äste und Zweige beiseite geschoben
legen wir neue Tiefen auf das Moos

feiern unsere Quellen liebesgespeist
und dankerfüllt legen wir Finger hin
du lässt meinen Honig sich entfalten
lockst und kostest mit deiner Zunge

tritt er aus der Blüte die im Dunkel steht
du stillst mein Heimweh nach hierher 
und sättigst mich mit deiner Wurzel
Lautmalereien und mit deiner Milch.



Dienstag, 5. März 2013

Einmal noch

Nur einmal noch
besuchte ich dich
in deiner Wohnung
wir sprachen
gar nicht über uns
bestimmt
hast du noch
nachgetrauert
wir redeten
über die neue Zeit
du legtest zärtlich
deine Hand
auf meine Schulter
und gabst mir
einen sanften Kuss
ich saß in einem Karussell
und schloss die Augen
denn es hob gerade ab
wie eine Hummel
als Tröpfchen Tau
saß ich im Pelz
des rundlichen Insekts
und hielt mich fest
an dir
ich wollte nicht
noch weiter fliegen
nur bis hier
bis dort
und du verstandst
wir tranken plaudernd
unser Glas Silvaner
ließest mich dann gehen
nie wieder
hab dich
gesehen.

Dienstag, 26. Februar 2013

Team

Der Abend mit Kollegen
seine elegante Küche bot viel Platz
sich auszubreiten
und schon waren wir mittendrin
in den Gesprächen
auf dem Ottomanen
strandete Gemütlichkeit
die Korken ploppten
und die Knabberfreuden
kreisten um den Couchtisch
immer enger
wechselten die Küsse
und die Hände ihre Liegeplätze
meine Knöpfe freuten sich auch
über die Besucher
ein solch reger Austausch
wie er im Büro nicht hätte
effektiver sein können
oh, das Projekt hieß wohl
"Intim im Team".

Montag, 25. Februar 2013

Harte Versuchung

Du liebst so sehr das
plüschgehübschte Kämmerlein
im fahlen Schein der kleinen
unschuldweißen Kerzenleuchter
du redest gern es tut so gut
sie gibt dir dann zur Antwort
bei deinen Problemchen
kann ich dich so gut verstehen
nun leg dich streck dich
auf die winzig süße Couch
und lass dich hübsch
mit meinem netten Handgerät bedienen
dein Rücken dankts
mit zarten roten Beulen
es reicht noch nicht
du brauchst noch etwas mehr
ja welches Peitscherl hättest gern
das blaue ist besonders fesch
das nehm ich nur für dich
in meine sanfte Hand
hörst du das liebliche Gezwitscher
ein paar mal noch
dann ist es aber gut für heut.

Sonntag, 24. Februar 2013

Wackelpeter

Ich würd so gern von deinem Wackelpeter naschen
und danach den Dackelzeter haschen
wahrschlich auch den Fackelmeter waschen
auf Jackeltretertaschen
Sackelfedermaschen laschen
um dann doch weter vom Nackelweter
mit einem Glackel Seter zu paschen
ach, Packelneter zu aschen,
du Nackeldeter!

A p h r o d i t e

A m Tempeleingang stehn die Menschen, lauschen, was sie ihnen
p redigt. Ihr Gewand verführerisch, der Ausschnitt tief
h erab, "so sollt ihr Frauen euch den Männern zeigen", sie rief
r eizend mit lasziver Stimme. "Männer, ihr sollt dienen
o pfern euren Frauen, loben ihre Schönheit und auch
d anken für ihr Können, ihre Liebe! Frauen, lasst
i ndes nicht nach, den Anmut eurer Männer ohne Rast
t tagein zu loben, nachts zu fördern! Lockt sie mit dem Hauch
e ines dezentee Kleides und mit euren süßen Mienen!"

Schnee

Knietief auf der Terrasse
unter dem Balkon
noch nicht hart gefroren
nach der Sauna
waten wir wie Störche
Ah´s an der Kette
halten uns fest
hitzig unsere Körper
nutzen wir die Gunst
der Viertelstunde
lassen die Bademäntel
von den Schultern sinken
Pulverküsse Wimperneis
Stilvergnügen Hügelschnee

dein Mantel ist flauschig
dunkelblau auf der Oberseite
die rosa Decke
ist auch schnell gefunden
in der wir das Kichern
erzittern lassen
das scheinbare Wehklagen
in den Tüchern bergen
Nackenvibrieren Schulterrieb
Brüstevergraben Nabelschmeck

wir finden uns in der Mitte
eines Schneehaufens
bewahren die Hitze zwischen
unseren Hautfalten
du bist mein Tauchsieder
in meinem Schneemieder
eine Dampflok
die höchste Höhen bezwingt
gegen die Außenkälte kämpft
und sicher weiß
dass sie alles erreichen wird
unter sternenvernetztem Nachthimmel
dampft die Lust aus allen Poren
ein naschverkatztes Kristallberauschen
an beflauschter Stoppelbartsternschnuppe




Freitag, 22. Februar 2013

Schnecken

In den Ecken voller Quecken
hecken wir auf unsren Knecken
in den Tecken Haselschnecken
recken ihre Schecken auf
lecken ihren Zeckel ab
stecken uns die Secken ein
wir kecken uns so beckenvoll
und decken uns zart geckentoll
die Sprecken sind dein Feckenzoll
ich würd so gerne immer mecken
von Augen alle Wünsche pecken
bis ich im Alter ging an Krecken.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Wäsche

Wir gehen uns gerne
hin und wieder
alle paar Jahre
noch einmal an die Wäsche
du Inmineischlupferle
baden in unserer
wolligen Lust
du lässt meine Haut
an deiner schmelzen
reinigst mich von allen
schmutzigen Gedanken
und was du so
verlauten lässt
ist nicht aus der
Luft gegriffen.

Dienstag, 19. Februar 2013

F u s s b a l l e r b e i n e

F ünf Frauen stehn am Spielfeldrand
u nd sehn den Fußballspielern zu,
s agt eine zu der andern: du,
s ihst auch den Spieler - elegant!
b einah sieht er dem Clooney gleich,
a uch die Frisur ist wunderschön -
l andauf landab noch nicht gesehn,
l obt sie, sein Teint sei auch nicht bleich;
e r strahlt so voller sex appeal,
r ennt er dem Ball im Zickack nach,
b esondrs seine Beine - ach!
e in Blickfang in dem ganzen Spiel
i st ihre schlanke Muskelkraft und
n ett die männliche Behaarung;
e in "Dazwischen" wär ihr Ziel.

Gegensätzlich

wir könnten nicht
verschiedener sein
ich deine Muse
du mein untergehender Stern
am nackten Himmel
feierten wir unser
letztes Mahl
großer Bär im Anzug
deine kraftvollen Arme
ließen mich beinah verschwinden
doch in meinem
Unterweltenmund
bist du vergangen
Orpheo
wie Sahne
die ich leckte
als Libelle setztte ich
die Kinder in deinen Töpfen aus
wo sie noch immer
auf Beutezug gehen.



Sonntag, 17. Februar 2013

Gebet an meine Hände

Ich umöle meine Hände
und verschränke meine Finger
lege sie um seinen Allerhöchsten
wissend wie mein Handwerk
praktisch zu vollführen sei
doch bete ich
es möge auf und ab gelingen.

Drehen

Spendest du mir deine Küsse in den Nacken
wird mir schwindelig als würde sich mein
Lager drehen halt mich an meiner Decke
aus der nur die Gesichter vorlugen sie drehen

sich ins Vertikal der Wärmerei der Ausdehnung
dem Fluktuationspunkt der Verformung in
Pastell die Mandelbäum bereiten sich die
leeren Falkenbäume ludens weiterführend

unser Zeichenarsenal und Gesten die in
Federfalten überwintern und Metamorphosen
unsres Nacktseins bilden bäumen sich durch
Kett und Schuss verdichten sich am Dachfenster.

Kürzeste Verabredung

M: ?
F: !

Samstag, 16. Februar 2013

Einfühlsam

Die Spezialmassage
nur für Frauen
wähle ich
betrete in sanftes Blau gehaltne Räume
dort empfangen mich
zwei nette junge Herren
sportlich die Figur
spartanisch angezogen
eine Menge Tücher
Düfte Kissen und Musik
ich darf mich nun entkleiden
und sie helfen mir
so einfühlsam
ich lege mich
ergebe mich der Hände Spiel
von Kopf bis Fuß
natürlich auch der Po
die Brüste und die Labien
und ich darf stöhnen
wie ich lustvoll bin
die Musik klingt selbst entrückt
und die Erregung steigt und steigt
in wolkenferne Höhen
ich kann es nicht mehr halten
und entlade mich in seiner Hand
er küsst mich sanft
lässt seiner Zunge freien Lauf
ich darf mich umdrehen
trinke Tee ein Rächerstäbchen glüht
das Spiel beginnt von neuem
ich möchte es nun etwas fester
jetzt ist der andere an der Reihe
und er führt mich mit der Zunge
in den überfeuchten Schamlippen
zum Beben zum Vulkanausbruch
ich schreie und er lächelt mir
ich trinke Secco
und darf ruhen.

Wartung

Meine Nervenbahnen
darfst du täglich
prüfen
das ist wichtig
für die Durchlässigkeit
nichts darf hier
Widerstand bereiten
Blockade oder Sackgasse
wären umgehend
zu beheben
bitte prüfe
meine Knospen
halte ich dir hin
ein kleiner Reiz
oh ja
es funkt
und unten
ist die Liebesenergie
schon angekommen.

Bild

Meine Blicke
ich kann sie nicht abwenden
ein simples Foto
doch der Kerl darauf
volle Lächellippen
alle Reize ausgefahren
ich falle um
die rote runde Brille
und sein kurzes Haar
doch fast das Herrlichste
sein Stoppelbart
ich kann die Augen nicht
mehr fortbewegen
er wirbt für eine
Umweltbank
für sich
die Werbung ist
schon unten
angekommen.


Schmetterling

Der Falter fügt sich
unauffällig und
in Flügelruhe
lichtgebeugten
Röckenischen
bis ein warmes
Klima
übereilt
er sucht das Licht
streift sich den
Rockstaub von den
Flügeln
Schweifenblickes
sucht der Schmetterling
den angebotnen Nektar
spreizt die Lippen
fühlertastend
lässt er seine
Zehen wandern
schlägt er
lüstern
mit
den Schwingen.

Wogen

Wir sind uns
gewogen
schaffen wir uns
auf dem Trockenen
eine Wellenmatratze
mein brandender Körper
verlangt nach deinen
Salzen
und deine Hände
folgen meinen Hebungen
in Wellen
nimmt der Alltag Abschied
tritt das Segelleben
in gleißende Erscheinung
fließen Ströme
in und durch mich
lösen sich und mich
in unserm Wellenbad
ganz auf.

Schweben

Unsere Lippen und Zungen
Hände Schenkle meine Brüste
süßestes Werkzeug
erfolgversprechend in Versuchung
zu führen
gleich und zeitig
Schalen
um die Köstlichkeiten
einzufangen
süßer weil pikanter
nicht sein können
meine völlige Erfüllung
gibt mir ein
wahrhaft
schwebendes Empfinden.

Karussell

Lass uns mal wieder
Rasenkarussell rollen
in Umarmung

Wir eiern runter
kommen ganz woanders an
unser Ringelspiel

Das Gesicht zwischen
die Schenkel des anderen
ein Abenteuer

Freitag, 15. Februar 2013

Glossolalie

Ozeanethemen tief und endlos
soziologisch philosophisch psycho
logisch raumeinnehmend streitend
gleitend einendnähern wir uns mit

Verlaut der Worte kühlen unsre
Kehlen basteln an den Termini
sinnieren über Sinn und dessen
Ränder mit den Konvoluten sinkt

der Abstand zwischen den Gesichtern
und die Stimmen leiser beinah flüstern
wir kanalisiert die Nebensätze
schlucken wir mit Bitter Lemon fort

die Stimmung rutscht aufs Nebengleis
dort ruht der Transit unter Bäumen
wird es stiller öffnen sich die
Emotionen und die Lippen breiten

sich im Kürzungsmodus unsrer Sätze
längst schon fallen Worter untern
Tisch dort liegt bereits die Halde und
im Sieb nur Silben noch der Geist

trägt Scheuklappen im Tunnelblick die
Bruchstaben garniert mit Schüchternblick
und Schmalzgeturtel Kicherschnips und
Klimpersmile bis auch der letzte Laut verebbt.

Bankgeheimnis

Die Anleihesteuer
für dich
hab ich noch nicht
gezahlt
stattdessen biete ich dir
Spekulatius an
nicht witzig
findest du

in meinem Garten
wächst das Moos
selbst auf der Bank
weich und sicher
doch das langweilt dich
ein Termingeschäft
in Morgenluft
ein Hochfrequenzhandel
eine Übernahme gar?

Du ziehst die Brille ab
und räusperst dich
fällst leicht in Dialekt
du willst
tatsächlich meine
Barschaft fühlen....

G e b u r t s t a g

G lühend warte ich auf deine Heimkehr, bin
e rwartungsvoll und feierlich gekleidet. Du
b egrüßt mich stürmisch, deine Augen wie zwei Kerzen
u nd die Lippen fallen sich sogleich in ihre Arme;
r auschdurchflutet sinken wir auf den Flokati,
t eilen brüderlich Begehren, Lust und Säfte;
s elig unsre Körper, Blicke, Hände, Küsse,
t auchen auf, ein Kichern auf vermalten Lippen,
a uf de Tisch steht immer noch der Kuchen, und ich
g ratuliere dir nun endlich zum Geburtstag.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Federball

Federball spielten wir die Fantasmoblasen
schaukelten durch rosa Lüfte verfingen sich
in Blätterspitzen Regen rieselte bald zwischen
uns und wir versanken in den Träumen die

auf Kräuterwiesen liegen unsere Schläger
wurden Windkanäle und der Dufthauch eckte
um die Hälse und dort gruben wir uns ein
die Schiffe fuhren mit uns auf die Wolkenberge

schweigend gabst du mir dein Wort und
hieltest Taue der Erregten Funken spritzten
beiderseits der Fahnen himmelblauer Anmuts
falten rissen Himmelshaufen auf die Sonne

wagte sich hindurch auf Sommerblumen
Äpfel fielen schon ins feuchte Moos und
Wurzeln wurden angerührt von unserem
Anblick links und oben Leute oder niemand

der uns hindern konnte unter Blätterschatten
sselbe Spiele zu probieren wie im Stall die
Schaukelpferde nur auf Kufen und mit
Jubelrufen wenn es ein Stück vorwärts rutscht

dem Ziel ein wenig näher kommt so steigt der
Eifer deine Hände waren Hitzespiegel auf den
Dünen als das Blättermeer sich nach und nach
verdichtete zur Sammlung in der Zitadelle.

Kostüm

Mein Bacchantinnenkostüm
mit seinen Riesenbrüsten
und den handtellergroßen Knospen
weckt unverholen Augenlider
aller Männer aus dem Dämmerschlaf
in gleißendes Bemühen und
neutrales Minenspiel
doch es misslingt so gründlich
überall das Nicken und die
Anerkennung die
Wünsche sprießen lässt
pfeifende und schnalzende
Zustimmung für mein Kostüm
Gespräche sind mir sicher
wie die Nähe die sich zusehends
verkürzt
die nur von Konkurrenten
leicht gestört wird
scharenweise Mannsvolk
und ein Leuchten
in den Augenpaaren
ich brauch mir bloß
den Süßesten zu angeln.

Zutiefst

Wenn wir uns
in Transparentes hüllen
ich mir die Wangen rouge
und die Lippen ziehe
erblühen unsere
Steinzeitkörper
fassen uns
an Händen wie die Kinder
kichern fällt uns leicht
lang und samen Schrittes
erobern wir uns
jede eizelne Partie
nehme ich noch einmal
Platz auf dir

deine Zartheit
dringlich spürend
öffnete ich meine Tür
Besuche sind uns
wegen steiler Stiegen
nicht mehr möglich
doch dein Klopfen

und die Hände
legst auf meine
beiden Fenster
genussvoll wunderbar
ich danke dir
zutiefst

Ascherdonnersvalentinstag

Der Buchs
den wir gesammelt
übers Jahr
sandbleich und steintrocken
verbrennst du
feierlich
auf kleiner Flamme
bis auf dem Teller
ein Häuflein Asche
halbwegs weiß und schwarz
zurückleibt
drei rote Kerzen
zündest du
wir ledigen die Kleider
im Lotussitz
streichst du mir
erst ein Herz
auf meine Stirn
auf  Wangen Hals
und Brüste
malst die Herzen aus
auf den Bauch
legst du dich
es verschmilzt
wie wir
an uns.



Dienstag, 12. Februar 2013

Jahre Zeit

Auf deinem Sofa halten wir
die Bilder aus dem Leistungskurs
dazu gibts Salzstangen und Sherry
über weite Steppen damaliger
Politik besprachen wir uns
Famous Blue Raincoat
ließest du hin und wieder tröpfeln
als wir dann dein Sofa enterten
so tapsig unsre Füße unsre Hände
und nicht wirklich angenehm
mit Minimalerfahrung
doch bis dahin
hatten wir noch Jahre Zeit.

Federrauschen

Watteweicher Sand und die heiße Luft
schlägt auf die müden Wellen Federrauschen
säumt die Sonnendecke auf mir feuchtes
Pulver die Matratze der Unendlichkeit

des Ozeans erlaube ich durch mich hindurch
zu ewigen ich werde eins mit ihm die
Brüste tragen Wogen ein paar Meter weiter
nur mein Nabel sinkt zu Boden gräbt sich

ein die Arme Beine schwanken treibholzartig
hin und her und mein Gesicht zerfließt in Sand
der Bauch wird eine Welle die zu meiner
Muschel gleitet und darin verschwindet.

Party

Auf jener Party lernte ich
dich näher kennen
in die Sabelschule gingst du
ich in die Maria-Ward
ein Winter war es
du ein großer Junge
freundlich und gesellig
deine Lippen waren
so besonders wohlgeformt
die obere bestimmend
auf dem Gehsteig
in der Nacht umarmten wir uns dann
du küsstest mich mit Zunge
und es fühlte sich
ein wenig seifig an.

Maske

Hinter meiner Katzenmaske nehme ich dich ins Visier
dein Arbeitsanzug des Kaminkehrers umgaukelt
deine sportliche Figur du hast mich wohl noch
nicht bemerkt in deiner Unterhaltung schornsteinst


mir den Rücken zu ich schubs dich aus Versehen oh
dein mondentaugliches und schwarzes Bubenlachen ...
"Miauuuu Entschnurrdigung..."
so sehr verlegen machst du mich nicht nur gespielt


als Katzerl hab ich meine Fährte aufgenommen bleibe 

unauffällig in der Aura deine Scherzereien dauern nicht 
mehr lange und ich sehe dass du deine Blicke 
nach mir wendest schmunzeld kommen wir uns 

recht schnell näher deine Augen lachen mir du streifst 
die Kappe ab im Näherkommen weichen wir dem
Dampfaroma unterm Eingang gehen ums Gebäude
suchen Nischen eines Schattenreichs wir kosten 

unseren Atem nippen an den Lippen wir verstreuen 
so allmählich unsere Hände auf die Randbereiche 
unsere Zungen tanzen erste Schritte die wir dürstend
kommentieren weiter führst du mich zur Standheizung...

Montag, 11. Februar 2013

Baumhaus

In einem Baumhaus mit dir
und die Strickleiter eingezogen
lassen wir uns den Südwind
um die Nasen wehen
deine stattliche und meine schmale
erkühnen uns an unseren Sternen
meine mit Vorhof
kahnen uns in unserer Hängematte
mit den Armen rudernd
lenken wir uns mit der Spannkraft
unserer Schenkel
an die schwankende Baumspitze
dort wo die Wolken vorbeiziehen
und wenn wir von Klettern
durstig und müde werden
spenden wir uns
die mitgebrachten Obstschäume
betten wir unse Erbsen
in handliche Schachteln
salben uns mit kernigem Öl.

Samstag, 9. Februar 2013

Husarin

Mit roten Rockschößen
seine Lenden umstreifend
zügelt die rote Husarin ihr Pferd
im Galopp durch das Buschland
der Reitwind verwirbelt den
Ausschnitt ein Sturm zieht schon auf
und sie reitet ein Wildfang
die Brüste tanzen voll Abenteuerspaß
den Stammestanz
die Talüberquerung im Schrittritt
sie hechelt und lässt ihren Atem
genussvoll bedeutsam
der Weg liegt verborgen
doch drüben gibt sie ihm
die Sporen in vollem Gerase
die Rockschöße peitschen
über die haarigen Lande.

Unterstreichen

Mein Bogenhorizont
liegt tief im Wellenbord
unterflutig ragen
sanfte Hügel
rot gespitzt hervor
der Kleidersaum tangiert
und bricht sich an den Knospen
der Sichtkreis
gibt zwei Sonnen preis
im Gleiten
meines Silberdunstes
steigen sie empor
den höchten Wonnen
ausgeliefert
Strahlengräser senden
ihre langen Halme aus
die Sonnenglut
zu unterstreichen.

Donnerstag, 7. Februar 2013

S E X

S anfte Näherung die uns umfängt entflammt sich steigernd in
E kstase schirmt das Du mich liebevoll zu meiner Leibentfaltung
X enion bist du mir reichlich und ich gebe mich dir willig hin.

Dienstag, 5. Februar 2013

Gegenpol

Du bist mein Gegenpol mein Antiheld
das schwarze Schaf in meinem Freudestall
wie ferne füttere ich dich mit meinen
Zynenworten dass du dich daran

verschlucken mögest gebe dir das Wasser

der Verachtung dümmster Schnösel
aller Zeiten Großmaul ohne jegliche
Erfahrung Schreckgespenst in Sonnen

zeiten deine Dämlichkeit kennt keine
Grenzen und mein Weh und Ach der
Frau die deine Wege kreuzt denn nur
die starken kommen durch und retten

ihre Haut du reizt mich dir die Fesseln
anzulegen einen Knebel der dein freches
Mäulchen stopft ich würde dir die Peitsche
geben damit du tust was ich von dir

verlange streichle mich genau an diesen
Punkten und du übst bis du es richtig
kannst dann führe deinen Zug durch mein
Gesäuse nicht zu langsam nicht zu schnell

ein hübsches Jammern will ich von dir
hören bereite mir die Wonnen der gelebten
Macht zu melden hast du nichts in meinem
Spiel ein Pinsel zwischen meinen Fingern

und parierst du nicht verschärfe ich die
Hiebe nur hast du mich irgendwann genug
bedient und weißt du endlich wie man sich
korrekt benimmt entlass ich dich für immer.

Sonntag, 3. Februar 2013

Drei Tropfen täglich

Dein Thermometer
macht mich erst
so richtig
fiebrig
heiße Wellen
überfahren mich
im Rhythmus
deiner Fürmichsorge
eile
über meine Kurven
gib mir
deine Medizin
in meinen Taumelmund
drei Tropfen
täglich.

Samstag, 2. Februar 2013

Geschäftlich

In Gefechten der Geschlechter
um bestimmte Blickeworte und
Berührungsgesten unerlaubte
längst Alltäglichkeiten
Zulassungsberechtigungen für
sexistisches Gesagtgemeintes 


treffen und begegenen wir
uns tadellos korrekt professionell
geschäftlich sehe ich dich barfuß
gehen höre plaudernd deine sanfte
Stimme grinsend scherzen wir uns
Federbälle hin und her ich kenne
deine Hemdengröße falte deine
Slips und streiche über deine
hochmodernen Schuhe wenn du 


aus dem Haus auf ferne Reisen
gehst ein Wimpernschlag ein
Augenzwinkern und ein leichtes
Spiel mit meinen Lippenwinkeln
kann ich leider nicht verhindern
und nehme deine Sympathie
in deinen Blicken gern entgegen.

Hügelbeete

Komm zu mir
auf meinen Hügelbeeten
hast du beste Aussicht
die Stürme der Lust
im Duft der tiefen Erde
zu empfangen
und in ihren Tälern
darfst du ruhen
die Wärme meiner
Fürsorge zu kosten
die dich mit
meinem Nektar nährt
platziere
deinen Gattenzwerg
an seinen Lieblingsplatz
wir verzaubern ihn
zu einem Kaiser
im neuen Kleid
ich vermiete meine
heiligen Gemächer
zum Segen
meiner Beete
damit sie mir nicht
zu Hügelgräbern
werden.


Freitag, 1. Februar 2013

Talenge

Die Lilie neigt sich in die Gegend eines Roten Fingerhutes
und in moosgepelzter Talenge sucht der Bach sein Schlupfloch
der Clematis Blütenknospe schält sich frei und
steigt dem Saum entlang inmitten dieses Waldgetümmels

Klinsenwasser birgt die Forelle still das Mäulchen leicht geöffnet
rinnt ihr Tau herab den Kopf geradeaus und zielgerichtet
wahrt sie leuchtend Haltung vor dem rituellen Angriff
hier im wilden Schlitterbach wagt sie sich flugs aus dem Versteck

und geht zum Drängeln über herrschaftliches Einzelexemplar
die Strömung lässt sie weiterschwingen hungrig beben
ihre Lippen laufen bläulich an im Blattwerk lauert sie auf Beute
die Clematis setzt sich in gebrochenen Lauten ins Benehmen.


Donnerstag, 31. Januar 2013

Mittwoch, 30. Januar 2013

Oase

Ein Wüstenwind
fegt über mich hinweg
legst du deine Hand
behutsam an meine
Bermudaellipse
dein Zungenspiel
mit mir tänzeln Fäden
zielgerichtet in den
unterirdischen Kanälen
du legst eine
Fingerspitzhecke an
den Rand der Hügelgärten
Farne wachsen schattenseits
dem Licht entgegen
streben dunkle Tulpen
mit ihrem Duft
seufzt die lila Lilie
Ströme sammeln sich
in der Oase.

Fürs erste

Umarme mich jetzt
meinen Rücken reiche ich dir
und was außerdem
in deinen Händen Platz findet
wenn du dein Bein
um meine Hüfte schlingst
bist du mir näher
als dein Atem in meinem Ohr
wende mich in deine
Lieblingsposition
so dass ich dein
freches Grinsen sehen kann
fürs erste
ist Entkleiden
nicht erforderlich.

Montag, 28. Januar 2013

Kerze

Deine Nachtkerze
aus der Manufaktur
der unverblümten Natur
verschwenderisch mit
gerader Makellosigkeit
ausgestattet
eine wunderschöne
rote Flamme
deine Kerze
die mir
morgens
blühte.

Zeigefinger

Deiner Hände Künste
schmelzen mich
in der Butter deiner Küsse
mein Verlangen
Berge besteigen
den Gipfel
in erreichbarer Nähe
schweife ich ab
obwohl auch du
ein Genussmensch bist
und nicht aufhörst
bis ich ganz und gar
in deiner Hand
zerflossen bin
ich will doch
warte bis wir
beide erst bereit sind
nur gemeinsam
gehe ich hinauf
wir lecken uns
die Zeigefinger
tauchen auf dem Lager
weit hinab
und klimmen höher
immer wolkenweiter
und das Ufer
ist noch lange nicht
in Sicht.

Kuckuck

In den Wäldern
rief uns der Kuckuck
bevor du
deine Nase
in meine Angelegenheit
stecktest
der Baum
bot mir Halt
den du mir
hinterrücklings
lockertest
in luftiger Höhe
und zunsehends sahniger
zeigtest du mir
deine Nasentropfen
im selbstbebauten
Blätternest
ergab sich dann

was man so allgemein
Erfüllung
nennt

S e h n s u c h t n a c h d i r

S ilben formen meine Finger auf den Tisch dort
e ingereiht auf schmale Zeilenmuster
h aucht mein Atem deinen Namen
n ennt das Datum jenes Frühlingstages - bald
s chon sind die Stunden aufgebraucht die einst
u mschwärmt von tiefer Nähe unsrer Leidenschaft und
h ärten aus ... auf diesem Boot lass ich mich
t reiben sanftes Klatschen an die Wandung lässt mich

n achempfinden wie die Augen sich verschlitzten deine Worte
a bgekehrt von Tagesangelegenheit so überaus
c harmant und honigmild in deinen Sternenhänden
h itzig als wir uns mit ganzer Haut

d urchdrangen auf dem Teppich landeten und
i nspiriert in Ewigkeitsmomenten umgewandelt
r auschverstrickt - ereignisreich ist meine Sehnsucht.


Samstag, 26. Januar 2013

V e s t a l i n

V erplichtet zu ewiger Jungfrauenschaft
e rgibt sich die Priesterin feuriger Pflicht,
s ie hütet das Brennen in wechselnder Schicht,
t rägt gern ein Gewand aus dem seidenen Taft;
a rtistisch und anmutig tanzt sie den Flammen,
l iebäugelt schon lange mit andren Gedanken
i ntimen, Lucinius bringt sie gehörig ins Wanken
n un wird sie erloschenes Feuer verdammen.

Freitag, 25. Januar 2013

Rückendeckung

In Anbetracht
deiner sehnsuchts
vollen Aufrichtung
überflügelt mich
der Wunsch nach
einer Sonderstellung

hörbar wirken die
Magneten
und ein Knistern
lenkt behände die
Forcierung auf das
Wesentliche

unsere Blicke weiten sich
zum Meer hin
mit dem Delta
steigt der Pegel
der Durchflutung

wenn beider Flüsse
sich gerade dort
vereinen
weiß ich
du gabst mir
deine Rückendeckung.

Dienstag, 22. Januar 2013

Tropfen

Auf Zuruf und beinah im Handumdrehn
füllt er seine Hütte nimmt schon Form an
hart und drängend blau durchzogen
schiebt sich der Vorhang zögernd auf die Seite

glanzumspülte Knospe dessen Glätte
wässrig schimmernd löst sich bald ein Tropfen
mit den Fingern fangen und verreiben
Sprudel deiner Wunschverbindung

kreisende Bewegungen der Teich
beginnt zu schäumen und zieht Fäden
lang und länger in der Handfläche ein See
noch vor dem Meeresrauschen.

Montag, 21. Januar 2013

Kamelientraum

Geflochtene Terrasse & der Tisch noch wändisch
angenabelt eine Dattelpalme schlingt sich in den
heimatfernen Horizont wir lachen uns die Konfitüre
zu mit der wir unsre Brote emaillieren ein Dejeuner


das uns gehört in Rückbetracht der gloriosen
Himmelfahrt nur wenige Minuten erst die Hände
schreiben kichernde Fazetien auf Sonnenkarten
denn wir liegen hier im Grenzgebiet nicht weit von 


Smyrna träumen unsre Kissen noch den groß
geschriebenen Kamelientraum & leichten Fußes
konfisziere ich das volle Porzellan & schlürfe süßes
Mark von deinen Wangen bis das Buch sich wendet.


Sonntag, 20. Januar 2013

Mein Dschungelcamp

Mit leisen Gesten pfeife ich
die Linie ein Pfad mit groben
Steinen zwischen den Titanen
& im Capuchon die Schulter


zu gewendet greifst du sie
schlingst meinen Faden um
die Hand trittst näher unter
Säulen die den Himmel falten


meine Farnenhand dein Spiegel
antlitz in den großen nassen
Blättern Schweiß klopft in der
Hoffnung auf ein kühles Nest 


im Schlamm wir sacken ein ins
Wolkenschloss die Arme sprießen
in die glatten Räume pralle
Nahrung einer Kannenpflanze.