Mittwoch, 31. Juli 2013

Traumtropfen

Traumtropfens Halmespiel dringt zwischen
glühende Hitze und Nachtsaumes Band
es wird dämmrig inmitten der Worte
der warmen Geräusche wir fliegen fernab

von den Polen der gelblichen Meere hinüber
zum Leuchtturm der rhythmischen Zeichen
von weither erkennen wir uns an den
Lustmelodien und reichen uns sinnlich

den Tonkrug gefüllt mit den Traumtropfen
gestriger Tage die Halme des Sommers
verglühen uns zwischen den netzenden
Perlen fernab unsrer üblichen Streuung.

2 Kommentare:

  1. Ein schönes - weil metaphernstarkes Prosagedicht von dir. Bei der Überschrift hat es in mir direkt "Bing" gemacht und ich habe mein "altes" Tropfengedicht hervorgekramt:

    Nur ein Tropfen


    Im Sonnenlichte funkelt träufelnd
    ein einz’ger Tropfen honigklar
    wo deine Härchen – sinnlich kräuselnd
    umgeben zartes Lippenpaar.

    Er folgt der Schwerkraft – Wege streichelnd,
    durchkriecht dein heißes Tal der Haut.
    Ein Anblick – meinem Auge schmeichelnd,
    das dürstend diesem Weg nachschaut.

    Die Spitze deines Fingers fängt
    ihn, eh’ er in die Tiefe stürzt,
    ihn reichend meinen Lippen schenkt
    und damit meine Sinne würzt.

    Ich mag noch mehr aus deiner Quelle,
    kopfüber gleit’ ich an sie ran,
    weck’ deine Lust an süßer Stelle,
    dein Gipfelsturm... macht mich zum Mann...

    Im Sonnenlichte funkelt schäumend
    ein letzter Tropfen meiner Haut.
    Zwei Lippenpaare flüstern träumend:
    „Nur Sonne hat uns zugeschaut.“



    ã Faro V.
    8.5.2009

    überarbeitet
    am 12.12.2011

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  2. Wow, das ist aber aber auch cool, Faro! Danke und liebe Grüße :-)

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