Freitag, 23. März 2012

Flüchtig

Ein schöner Traum
unserer
keines deiner Worte
trage ich fort
unser Versteck
schutzbedürftig
verborgen
zwischen uns
kosten wir den Duft
aus uns
flüchtig
doch hinterlässt er
eine Adresse
tief in uns.

2 Kommentare:

  1. Worte, die mir subtil vor Augen führen, was viele "nur" mit dem Begriff "Seelenverwandtschaft" auszudrücken vermögen..

    Liebe Grüße
    Faro, der sich spontan an dieses alte Gedicht erinnert hat:


    Die Nacht trägt einen Namen


    Die Nacht streift schwarzes Seidentuch
    sanft über wache Augenlider,
    verjagt der Unruh’ bösen Fluch
    und will das Jetzt – und dies nicht bieder.

    Sie spürt den Hunger dieser Stund’,
    den Durst verschwieg’ner Spiegelwände,
    sie legt ein Psst auf lauten Mund
    und Fesseln um den Drang der Hände.

    Die Nacht weht schwarzes Seidenhaar
    entlang gespannter Spur zur Schwelle,
    stellt ihre Macht – dort spielend – klar
    und saugt die Lust aus jeder Zelle.

    Sie dominiert, legt Tiefen frei
    und gibt dem Grenzenlos den Rahmen.
    Ein explosiv finaler Schrei
    gibt dieser Nacht heut’ deinen Namen.


    © Faro V.
    12.10.11

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  2. Danke sehr für deine Gedichtantwort und für deinen Kommentar! Ein tiefes Empfinden und die wertvolle Begegnung mit dem geliebten Menschen ..... LG :-)

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