Freitag, 27. April 2012

Düfte spielten Schicksal

Das Gefühl von rotem samtnen
Polster unter einer Decke
die ein Jackenstoff mit einem
schwarzen Schal die Hände

schalig ineinander wie gefaltet
mehr noch suchend aber irgendwie
vertraut die Blicke hin und her
geschoben eingesogen während

auf der Bühne Worte fein getaktet
mit Gefühl und Gestik dargeboten
unser Schauspiel fand im Dunkel
statt und ohne Worte oder hauch

geflüstert wenn die Künstler sich mit
Kusshänden bedankten küssten
wir uns flüchtig doch genug um
unsre Düfte auszutauschen diese

spielten Schicksal so zumindest
glaubten wir das halbe Leben
hatten wir uns grob gezeichnet
schon bevor die Vorstellung begonnen

hatte in der Pause ging es weiter
mit den Fäden die sich so durchs
Dasein ziehen und auch die Zukunft
unsere vielleicht war angedacht und

ausgemalt die Hände fanden unter
schwarzer Decke wieder zueinander
und danach ein kleines Stück des Wegs
du setztest dich zu mir ins Auto und

Gesichter Hände Münder fanden sich
uns ließen sich nicht gehn hier saß noch
nie ein Fremder der die Brille nieder
legte hin zu meiner seine Zunge hin zu

meiner und beim Abschied als du
ausstiegst hatten wir uns ganz schön
nahe angefühlt wie verlockende
Versprechen bis auf bald auf bald.

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