Sonntag, 17. November 2013

Orangentropfen

Orangentropfen aus der eingerollten Zeitung 
trieft der süße Saft der Inbrunst zittern noch 
die Arme einem Duft der Schreie nach 
das Bündel fest verschnürter Fiebernächte 

nichts beschreibt den heißen Wahn mit Worten 
gleichsam Wahnsinnswolkenworten nur die 
strukturierten Wölbungen bezeugen
die gebarte Öffnung und Verletztlichkeit 


die Macht der Unterlegenen die nur den 
angeschwollnen Knopf für das orangene 
Lämpchen drückt das Zimmer leuchtet auf
und aus der Fadenbirne quillt das Fleisch 


in Bläschen blumenwesig bildet neue Früchte 
aus im warmen Schein des keuchen Schauers 
spielt die schmale Flamme mit der Feuchte
Hasch mich halt mich fest und schlage mich.

2 Kommentare:

  1. Metaphern, die die Fantasie des Lesers fordern und fördern - das gefällt mir...

    Liebe Grüße
    Faro

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